Gas: Neue Hochdruckleitung für bessere Versorgungssicherheit

Der Ausbau von unterirdischen Rohrleitungen in Slbg und OÖ verbindet platzsparend innerösterreichische Speicheranlagen und macht erneuerbare Energien transportfähig und speicherbar.

Wien/Linz (OTS) - "Bei der österreichischen Energiewende nehmen Gas und die Gas-Infrastruktur eine immer wichtigere Rolle ein", sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen. Etwa dann, wenn überschüssiger Strom aus Wind- und Sonnenkraft mittels Wasserelektrolyse und Methanisierung in Gas umgewandelt und ins Gasnetz eingespeist wird. Oder wenn im Zuge von Hochwasser Flusskraftwerke abgeschaltet werden müssen oder im Winter aufgrund von Niedrigwasser weniger Energie produziert wird - dann gehen Gaskraftwerke zuverlässig ans Netz und erzeugen den nötigen Strom. Hinzu kommt laut Mock, dass "Gasnetze platzsparender sind als etwa Stromnetze und ein vielfaches der Energie transportieren können."

Neue "Hauptschlagader"

Aktuell wird in Oberösterreich und Salzburg die Gas-Infrastruktur ausgebaut. Die 34 Kilometer lange Erdgas-Hochdruckleitung "HDL 100 Puchkirchen - Haidach" beginnt bei der Übergabestation der OÖ. Ferngas Netz GmbH in Puchkirchen. Sie wird nach Fertigstellung bis nach Haidach zum Erdgasspeicher der Rohöl Aufsuchungs AG (RAG) verlaufen. Weiters wird ab Kühschinken eine Abzweigungsleitung bis nach Zagling (Salzburg) zu den 7Fields-Speichern der RAG führen. Damit schafft die neue Hochdruckleitung auch die Voraussetzung für weitere Anbindungen heimischer Speicheranlagen an das innerösterreichische Verteilernetz: als "Hauptschlagader" zwischen den Speichern Puchkirchen, Haidach und 7Fields.

Investitionen von 35 Millionen Euro

KommR Ing. Dr. Johann Grünberger, Vorstandsvorsitzender der OÖ. Ferngas AG und Geschäftsführer der OÖ. Ferngas Netz GmbH: "Die HDL 100 ist ein besonderes Projekt, da sie nicht nur eine Transportleitung ist, sondern mit ihrer Anbindung an die Speicher und das österreichische sowie europäische Gasnetz natürlich eine besonders wichtige Funktion im Sinne der Versorgungssicherheit erfüllt."

Die Gesamtinvestitionskosten der Hochdruckleitung betragen rund 35 Millionen Euro. Die Erdgas-Hochdruckleitung HDL 100 - inklusive ihrer Abzweigung - ist Teil einer Langfristplanung und so konzipiert, dass sie sich in den Ausbau der nationalen und internationalen Erdgas-Infrastruktur einfügt.

Die Rohrleitungsbauphase ist voll im Gange

Über 30.000 Laufmeter Stahlrohre wurden bislang an sieben Rohrlagerplätze entlang der Leitungstrasse ausgeliefert und von dort zum jeweiligen Bauabschnitt transportiert. Direkt auf der Leitungstrasse erfolgt der sogenannte Vorbau: Dabei werden die einzelnen Stahlrohre gebogen, innen oder außen zentriert und zusammengeschweißt. Dazu werden eigene Schweißzelte über den Rohrenden angebracht, unter denen zum Beispiel die Fallnaht geschweißt oder die Wurzelnaht geschliffen wird. Nach dem Isolieren der Schweißnähte wird der Rohrleitungsstrang in den ausgehobenen Rohrgraben abgesenkt. Danach wird der Graben wieder mit dem zuvor ausgehobenen Bodenmaterial befüllt. Gelbe "Hüte" markieren den Verlauf der unterirdischen Leitung. Das Landschaftsbild bleibt aufgrund professioneller Rekultivierung erhalten.

Inbetriebnahme noch 2013

Die Inbetriebnahme der Erdgas-Hochdruckleitung HDL 100 ist bis Ende 2013 geplant. Sie wird eine Kapazität von 1,26 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Stunde haben.

Nach Fertigstellung der Rohrleitung stehen Rekultivierungsarbeiten auf dem Programm. Schon beim Bau der Leitung sind eine ökologische Bauaufsicht und eine bodenkundliche Baubegleitung miteinbezogen, um den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen Boden, Wasser und Landschaft zu gewährleisten und die Leitungstrasse nach dem Bau ordnungsgemäß zu rekultivieren: Nach den Grabenverfüllungsarbeiten wird der Unterboden dem ursprünglichen Niveau angepasst und das zwischengelagerte Humusabzugsmaterial auf den Unterboden aufgebracht und verteilt.

Mehr dazu:
http://www.initiative-gas.at
http://www.youtube.com/watch?v=H5rTkiwc1F0

Über Gas:

Gas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Gas ist auch eine erneuerbare Energiequelle, die ohne Feinstaub und Partikel verbrennt und damit ein emissionsarmer Energieträger. Gas eignet sich hervorragend als Ersatz für Energieträger wie Holz, Holzabfälle, Erdöl oder Kohle, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

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