Erster Tätigkeitsbericht über "PUMA" (Programm Umweltmanagement im Magistrat) liegt vor

Wien (OTS) - Umweltmanagement flächendeckend in allen Magistratsabteilungen einführen: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich der Auftrag des Magistratsdirektors aus dem Jahr 2005 bringen. Die Stadtverwaltung hatte in einigen Teilbereichen bereits Erfahrungen im betrieblichen Umweltschutz gesammelt und nun ging man aufs Ganze. Das für PUMA ernannte Kernteam erstellte ein Konzept, führte eine erste Ist-Analyse durch und baute in Abstimmung mit sämtlichen Dienststellen des Magistrats ein Netzwerk für die Umsetzung von Umweltmaßnahmen auf. Bald schon wurde mit der flächendeckenden Umsetzung der ersten Umweltmaßnahmen begonnen.

Seit dem Jahr 2007 nehmen alle Magistratsabteilungen sowie alle Magistratischen Bezirksämter an diesem Programm teil, seit 2010 im Rahmen eines eigenen Teilprogrammes "PUMA-Schulen" auch alle Schulen der Stadt Wien. Der erste Tätigkeitsbericht bestätigt nun das große Engagement und zeigt sensationelle Ergebnisse bei der Einsparung von Energie und Kosten. "Auch in Hinkunft warten ökologische Herausforderungen auf den Magistrat und es wird spannend, darauf zu antworten und gemeinsam intelligente und nachhaltige Lösungen zu finden und umzusetzen", so der PUMA-Programmleiter Dominik Schreiber von der Wiener Umweltanwaltschaft.

Ergebnisse zeigen beachtliche Erfolge bei der Einsparung von Energie und Kosten

PUMA setzt sowohl auf flächendeckende als auch auf dienststellenspezifische Maßnahmen. Über eine Dreiviertelmillion Kilowattstunden Strom werden jährlich eingespart durch den Einsatz von schaltbaren Steckerleisten bei EDV-Geräten. Diese Maßnahme zur Vermeidung des Stromverbrauchs im "OFF-Modus" wurde seitens PUMA von Anfang an sehr forciert und intensiv beworben, denn sie ist hochrentabel und amortisiert sich binnen weniger Monate. Die Maßnahme wurde flächendeckend umgesetzt und bewirkt - neben dem Beitrag zum Brandschutz - eine Verringerung des Stromverbrauchs um rund 800.000 Kilowattstunden, was einer Kostenersparnis von rund 140.000 Euro und einer Vermeidung von ca. 400 Tonnen CO2 entspricht - pro Jahr.

Ebenfalls eine erfolgreiche Maßnahme ist die "Energieeffiziente Beleuchtung am Arbeitsplatz" in den zahlreichen Büro- und Arbeitsräumen im Magistrat. Sie zielte auf zwei Änderungen ab:
Einerseits auf den Umstieg von ineffizienten Leuchtmitteln auf effizientere und andererseits auf den bewussten Umgang mit der Raumbeleuchtung. Der Umstieg auf effiziente Leuchtmittel wurde bereits lange vor dem "EU-phasing out" für die Glühbirne mittels Umstellung im Einkauf und Bewusstseinsbildung für Energie sparende Leuchtmittel bei den Gebäudeverantwortlichen und den MitarbeiterInnen forciert. Seit 2007 wurden über 130.000 Kompakt-Halogen-Glühlampen als Ersatz für herkömmliche Glühlampen beschafft und ausgegeben. Die Einsparung an Energie beträgt rund 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, das ergibt über 250.000,- Euro an jährlichen Stromkosteneinsparungen. Dadurch wurden rund 700 Tonnen CO2 eingespart.

Weitere Maßnahmen waren der Einsatz hocheffizienter Heizungspumpen, die Errichtung von Solaranlagen auf Gebäuden der Stadt Wien, die Förderung der Fahrradnutzung auf Dienstwegen, Doppelseitiges Drucken als Druckstandard, die Ökologisierung magistratsinterner Veranstaltungen, Spritspartrainings für Kfz-LenkerInnen usw. Insgesamt wurden im Rahmen von PUMA rund 80 Umweltmaßnahmen flächendeckend in allen Dienststellen und über 170 Umweltmaßnahmen in einzelnen Dienststellen umgesetzt.

Der vollständige Bericht ist unter
http://www.wien.gv.at/umwelt/puma/index.html abrufbar.

PUMA als Leitprogramm des Wiener Klimaschutzprogramms

PUMA ist ein Leitprogramm des "Klimaschutzprogramms der Stadt Wien" (KliP Wien) und das flächendeckende Umweltmanagementprogramm in der Wiener Stadtverwaltung, welches alle MitarbeiterInnen einbindet und auf kontinuierliche Verbesserung setzt.

Wien vermeidet jährlich 3,7 Mio Tonnen CO2-Äquivalente

Schon seit 1999 hat die Stadt Wien ein Klimaschutzprogramm (KliP Wien), das bis 2020 gültig ist. Dem Wiener Gemeinderat wird regelmäßig ein Bericht über die Umsetzung vorgelegt. Bisher konnten bereits 3,7 Mio. CO2-Äquivalente an jährlichen Treibhausgasemissionen vermieden werden. Diese beeindruckenden Zahlen belegt der jüngste Evaluierungsbericht zum KliP Wien. "Außerdem löste das Klimaschutzprogramm auch beträchtliche positive volkswirtschaftliche Effekte aus. So konnten mit den gesetzten Investitionen allein im Jahr 2011 mehr als 58.600 Arbeitsplätze gesichert werden", so die Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Wien Christine Fohler-Norek.

Weitere Informationen zum Klimaschutz:
www.wien.at/umwelt/klimaschutz/

(Schluss) fel

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Andrea Stephanie Fellner
Magistratsdirektion der Stadt Wien
Öffentlichkeitsarbeit - Klimaschutzkoordination
Telefon: 01 4000-75084
Mobil: 0676 811 875 084
E-Mail: andrea.fellner@wien.gv.at
www.wien.at/umwelt/klimaschutz/

Dominik Schreiber
PUMA-Programmleiter
Wiener Umweltanwaltschaft
Tel: 01/37979-88998
E-Mail: dominik.schreiber@wien.gv.at
www.wien.gv.at/umwelt/puma/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0010