FSG-Anderl: Kein vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsantrittsalters

Empfehlungen der EU-Kommission voller Widersprüche

Wien (OTS/FSG) - "Ich halte die Empfehlungen der EU-Kommission im Bereich Beschäftigung und Pensionsantrittsalter für Frauen völlig widersprüchlich. Eine vorzeitige Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsantrittsalters kommt daher nicht in Frage", stellt FSG-Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl fest. Die Empfehlungen der Kommission wurden gestern Abend im Plenum des Nationalrates diskutiert.++++
Einerseits bemängelt die Kommission richtigerweise, dass Österreich mit 43,1 Prozent eine vergleichsweise niedrige Beschäftigungsquote Älterer habe, andererseits fordert sie eine raschere Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsantrittsalters an jenes der Männer. Anderl: "Das ist ein Widerspruch. Wir müssen anders anfangen und zuerst Arbeitsplätze für ältere Menschen schaffen, insbesondere für Frauen. Wir brauchen generell eine alternsgerechte Arbeitswelt mit Jobs die nicht krank machen."
Einen weiteren Grund gegen eine vorzeitige Angleichung liefert eine aktuelle Studie der OECD, die Österreich insgesamt ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellt, ausgenommen im Bereich "Dienstleistungen innerhalb der Familie" und Einkommen. Hier wird bemängelt, dass im Bereich der Familie die Hauptlast bei den Frauen liegt, und bei den Einkommen die Frauen noch immer unterbezahlt sind. Anderl: "Die Herren bei der EU-Kommission sollten sich bei den Herren der OECD erkundigen."

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