Nationalrat - Muchitsch zu Bauarbeiter-Gewerbe: "Gesamtpaket enthält klare Verbesserungen für Arbeitnehmer"

Überbrückungsmodell in Schwerarbeiterpension ist Erfolgsprojekt

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Abgeordneter Josef Muchitsch zeigt sich über die Ergebnisse der Änderungen u.a. im Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz in seiner Rede heute, Donnerstag, im Nationalrat zufrieden: "Es ist gelungen, ein Gesamtpaket zu vereinbaren, das viele Punkte enthält, um Regelungen zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Bereich des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetzes neu festzuschreiben. Das Baugewerbe ist die erste Branche, wo ArbeitnehmerInnen nicht vorzeitig in die Pension gedrängt werden, sondern mit Überbrückungsgeld übernommen werden und der Pensionsantritt entsprechend verspätet stattfindet." ****

"Das Baugewerbe ist die erste Branche, wo es gelingt, im Falle eines Todes eines Arbeitnehmers eine Abfertigung von 100 Prozent zu garantieren, unabhängig vom Einkommen der Familie." Für Josef Muchitsch ein klarer Erfolg.

Als größtes Projekt nennt Muchitsch das Überbrückungsmodell: "Das Baugewerbe ist in Österreich die erste Branche, die festschreibt, dass die Personen, die hart in diesem Bereich arbeiten, nicht etwa in Invaliditätspension oder Ähnliches abgeschoben werden. Für jene Zeit, die einem Schwerarbeiter zwischen dem 58. bis zum 60. Lebensjahr noch fehlen kann, wenn etwa 43 Versicherungsjahre erreicht wurden, werden die Betroffenen in ein faktisches Dienstverhältnis in die BUAK übernommen. Wenn der Beschäftigte dann seine 45 Versicherungsjahre hat, geht er nahtlos in die Schwerarbeiterpension über. Das ist genau jene Pension, die jeder Schwerarbeiter in Österreich verdient", hält Muchitsch fest.

Weiters ist die Meldung von Arbeitszeiten an die Bauarbeiter-Urlaubs-&-Abfertigungskasse (BUAK) ein Fortschritt: "Bei 130.000 Beschäftigten in der Bauwirtschaft im Vorjahr waren 7.500 Teilzeit beschäftigt." Es geschehe häufig eine Umgehung von Vollarbeitszeit, wobei Kontrollorgane nicht wissen, wo Vollzeit und wo Teilzeit gearbeitet wird. Mit der Meldung von Arbeitszeiten soll eine verstärkte Kontrolle durch die entsprechenden Organe erleichtert werden.

Ebenso werden Verfallsfristen dem allgemeinen Urlaubsgesetz angepasst und der Umgang mit Alturlauben neu geregelt. Josef Muchitsch führt aus: "Wenn nach drei Jahren der Urlaub nicht in Anspruch genommen wird, verfällt er wie bei allen anderen ArbeitnehmerInnen. Die Urlaubkasse informiert die ArbeitnehmerInnen vorab über einen möglichen Verfall." Für den Verbrauch von Alturlauben in der Bauwirtschaft gilt: "Zwei Urlaube können mitgenommen werden und der letzte muss verbraucht werden. Damit wird Arbeitslosigkeit verkürzt und dementsprechend das Jahreseinkommen erhöht." (Schluss) kg/mis

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