Salzburg AG: Kraftwerk Sohlstufe Lehen geht ans Netz

Salzburg (OTS) -

  • Probebetrieb gestartet
  • Engagement von Arno Gasteiger und Johann Padutsch gewürdigt
  • Eröffnung des Kraftwerkes Mitte September geplant

Das Kraftwerk Sohlstufe Lehen geht heute, 2. Juli 2013, in den Probebetrieb. Nach knapp drei Jahren Bauzeit liefert das Kraftwerk erstmals Ökostrom ins Netz. Die zwei Generatoren des Kraftwerkes produzieren künftig Strom für rund 23.000 Haushalte. Die beiden Wegbereiter des Projektes, der ehemalige Vorstand der Salzburg AG, Arno Gasteiger und Salzburgs Planungsstadtrat Johann Padutsch, wurden durch die Namenstaufe der Maschinen geehrt. Bis zur endgültigen Fertigstellung werden insgesamt rund 85 Mio. Euro in das Vorzeigeprojekt investiert.

Salzburg AG-Vorstandssprecher August Hirschbichler: "Mit dem Start des Probebetriebs haben wir einen wichtigen Meilenstein nicht nur im Sinne des Projektes erreicht. Das Kraftwerk Sohlstufe Lehen leistet einen bedeutenden Anteil zur Energiewende in Salzburg. Nur wenn die richtige Energie effizient eingesetzt wird, kann die Energiewende gelingen. Die bisherige Sohlschwelle konnte zwar die Eintiefung der Salzach verhindern, aber die Energie nicht nutzen. Durch das Kraftwerk wird nun diese Energie sinnvoll genutzt, um Ökostrom für rund 23.000 Salzburger Haushalte zu produzieren."

Frühzeitige Einbindung führte zum Erfolg

Der ehemalige Vorstand der Salzburg AG, Arno Gasteiger -Wegbereiter dieses Projektes - zeigt eine weitere Besonderheit auf:
"Als wir 2006 erstmals die Idee hatten, ein Kraftwerk mitten im dichtest besiedelten Gebiet der Stadt Salzburg zu errichten, glaubten nur sehr wenige an eine Realisierung. Durch die frühzeitige Einbindung aller Interessensgruppen und insbesondere der Anrainer ist es gelungen, Verständnis für das Projekt zu wecken und Vertrauen zu gewinnen. Während der oft schwierigen Bauzeit wurde der Dialog auf Augenhöhe fortgeführt. So konnten viele Probleme schnell und im Einvernehmen gelöst werden. Heute können wir mit Stolz den Probebetrieb aufnehmen."

Bewährungsprobe durch Hochwasser

Das Juni-Hochwasser 2013 stellte das Kraftwerk bereits vor der Eröffnung auf eine Bewährungsprobe. Trotz größerer Wassermassen als beim Jahrhunderthochwasser 2002 zeigten die bereits umgesetzten Hochwassersicherungsmaßnahmen ihre Wirkung. Gasteiger dazu: "Wir haben vor Baubeginn versprochen, dass es zu keiner Verschlechterung der Hochwassersituation durch das Kraftwerk kommt. Das Juni-Hochwasser zeigte, dass die gesetzten Maßnahmen die Richtigen waren. Mit dem Projekt wurden wichtige Elemente zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Anrainer umgesetzt."

Mehr Lebensqualität durch grünes Kraftwerk

Planungsstadtrat Johann Padutsch: "Das neue Wasserkraftwerk zeigt, dass mit Engagement, Herzblut und Kompetenz nicht nur saubere Energie, sondern auch eine Bereicherung für Stadt- und Landschaftsbild, Naherholung, Natur und Umwelt erreicht werden kann. Dass dies mitten im dicht besiedelten Stadtgebiet, im Weichbild des Weltkulturerbes möglich ist, zeigt das große Engagement aller am Prozess Beteiligten. Meine Zielvorgaben, die mir ein Engagement für dieses Salzachkraftwerk ermöglicht haben, wurden umgesetzt. Das Kraftwerk ist mit seiner außergewöhnlichen Architektur ein neuer Blickfang in Salzburg und bietet sich zusätzlich als Übergang für Fußgänger und Radfahrer an. Die neugestalteten Uferböschungen sowie das noch im Entstehen befindliche Naherholungsgebiet am Glanspitz sind eine deutliche Bereicherung für diese Stadteile. Die Gewässerökologie wurde verbessert, die unüberwindliche Sohlstufe ist Geschichte, die Fische können über den neuen Bach durch den Glanspitz und die Fischtreppe beim Kraftwerk wieder flussaufwärts. Ich bin froh, dass die Salzburg AG bereit war, diesen nicht immer einfachen Weg des Dialogs zu gehen."

Kraftwerk mit Mehrwert

"Der Mehrwert, den das Kraftwerk Sohlstufe Lehen liefert, wird nun deutlich," freut sich Salzburg AG-Vorstand Leonhard Schitter. "Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur Ökostrom für 23.000 Haushalte in Salzburg, wir leisten auch einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. Für die heimische Wirtschaft ist das Investitionsvolumen von rund 85 Mio. Euro ein wichtiger Impuls. Bis zu 150 Arbeiter waren gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Wasserkraft ist die wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Stromerzeugung und das Fundament der Stromversorgung Salzburgs. Mit dem Kraftwerk Sohlstufe Lehen können wir unseren Eigenerzeugungsanteil erneut ausbauen."

Namenstaufe der Generatoren

Um das Engagement der beiden Wegbereiter des Projektes zu würdigen, wurden die beiden Generatoren auf "Arno Gasteiger-Generator" und "Johann Padutsch-Generator" getauft. "Wasserkraftwerke leisten ihre Dienste über Generationen hinaus. Es braucht Weitblick, um solche Projekte auf den Weg zu bringen. Arno Gasteiger und Johann Padutsch haben diesen bewiesen. Dafür möchten wir uns bei den beiden Wegbereitern des Kraftwerkes bedanken", ist sich der Vorstand einig.

Feierliche Eröffnung im September

Während des Probebetriebs werden die Turbinen, Generatoren und andere technische Einrichtungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen intensiv geprüft. Dieser Inbetriebnahme-Prozess dauert bis Mitte September an. "Am 13. September wollen wir unser jüngstes Kraftwerk eröffnen und den Anrainern und Interessierten die Möglichkeit bieten, das Kraftwerk zu besichtigen," kündigt Schitter an.

Technische Daten

Leistung 13,70 MW Jahreserzeugung 81 Mio. kWh Strom, entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von 23.000 Haushalten Turbinen 2-Kaplan-PIT-Turbinen Ausbauwassermenge 250 m3/s Fallhöhe 6,60 m Stauziel 413,5 m.ü.A. Investitionsvolumen 85 Mio. Euro

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