Spindelegger: "Nukleare Risiken sind permanente Bedrohung"

Ministersegment der Wiener IAEO Konferenz verabschiedet Erklärung zu Sicherung nuklearer Aktivitäten

Wien (OTS) - "Die Experten bei der Wiener IAEO Konferenz zu den nuklearen Gefahren in der Welt verstärken die globale Zusammenarbeit bei der Sicherung nuklearer Aktivitäten vor kriminellen und terroristischen Bedrohungen. In der heutigen Zeit ist das eine traurige Pflicht, die wir alle sehr ernst nehmen müssen", betonte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger im Anschluss an seine Rede vor der internationalen Konferenz über nukleare Sicherung, die vom 1. bis 5. Juli an der Internationalen Atomenergieorganisation in Wien tagt.
"Österreich ist eines der wenigen Länder, die bewusst auf Kernkraftwerke verzichtet haben. Unser vorbeugender Ansatz ist ein großer Vorteil bei der Begegnung krimineller und terroristischer Gefahren, da potentiellen Terroristen dadurch das nukleare Handwerkszeug erst gar nicht in die Hände gegeben wird", erläuterte der Vizekanzler. "Diesen die Risiken minimierenden Ansatz sollten alle Länder im Nuklearbereich anwenden, sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich. Wir sehen Kernwaffen nicht als Garant für strategische Sicherheit, sondern als permanente Bedrohung, auch wegen der Möglichkeit eines kriminellen oder terroristischen Missbrauchs dieser Waffensysteme. Auch die zivile Nuklearindustrie enthält sensible Bereiche, ohne die wir ruhiger schlafen könnten", meinte Spindelegger im Hinblick auf die Risiken bei der Nutzung von Kernkraft.
Der Vizekanzler verwies auf weitere Maßnahmen, mit denen die Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung von Kernenergie verringert werden könnten. Eine effektive multilaterale Kontrolle der Einhaltung höchster internationaler Sicherheitsstandards wäre erforderlich. "Die Internationale Atomenergieorganisation in Wien ist die einzige Organisation mit einem globalen Sicherheitsauftrag für den Bereich der Kernenergie, doch ohne wirkliche Eingriffsmöglichkeiten. In Zukunft sollte die IAEO hier über stärkere Instrumente verfügen", so der Vizekanzler abschließend.

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