ÖGB-Achitz: Maßnahmen, damit die ArbeitnehmerInnen länger in Beschäftigung bleiben können

Befragung: 64 Prozent wollen, dass Unternehmen mit zu wenig Älteren Malus zahlen müssen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die aktuellen Daten zeigen, dass die Wirtschaftskrise jetzt auch auf den österreichischen Arbeitsmarkt durchschlagen, und die Hauptleidtragenden sind die Über-50-Jährigen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gestiegen. "Wir müssen darauf schauen, dass die Arbeitsbedingungen besser und gesünder werden, damit die Menschen länger arbeitsfähig bleiben. Das Ziel ist, dass weniger Menschen arbeitslos werden. Wirksame Maßnahmen sind notwendig, die es den Menschen ermöglichen, länger in Beschäftigung zu bleiben."

"Unternehmen müssen einen spürbaren finanziellen Malus leisten, wenn sie ältere Beschäftigte kündigen oder erst gar keine beschäftigen", fordert Achitz. Maßstab dafür muss der Branchendurchschnitt sein. Das unterstützt laut einer aktuellen Studie auch ein Großteil der Menschen in Österreich: Die Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) hat 1.000 Menschen befragt, 64 Prozent sind dafür, dass Unternehmen mit zu wenigen älteren Beschäftigten einen Malus zahlen müssen, nur 31 Prozent sind dagegen.

Die wichtigsten ÖGB-Forderungen für den Arbeitsmarkt

+ Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf EU-Niveau.
+ Unternehmen, die zu wenig ältere Menschen beschäftigen, müssen einen Malus zahlen.
+ Wirkungsvoller Kündigungsschutz für ältere ArbeitnehmerInnen.
+ Die Wirtschaft muss mehr Lehrlinge ausbilden, statt über Fachkräftemangel zu jammern.
+ EU-Programme gegen Jugendarbeitslosigkeit.
+ Eine Fachkräftemilliarde, die durch den Beitrag der Unternehmen in einer Höhe von einem Prozent der Jahresbruttolohnsumme finanziert wird. Daraus werden Lehrlingsausbildung und Weiterbildung gefördert sowie Qualitätssicherung und überbetriebliche Ausbildung finanziert. + Das AMS muss auch weiterhin durch frauenspezifische Arbeitsmarktinitiativen der Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt entgegenwirken.
+ Gut geschultes Personal für das AMS.
+ Projekte, die soziale Infrastruktur schaffen (Kinderbildungseinrichtungen, Pflege, Soziales etc.), schaffen einerseits (Frauen-)Arbeitsplätze und ermöglichen andererseits anderen Frauen, überhaupt erwerbstätig zu sein. Derartige Initiativen sind unbedingt u. a. durch Mittel der EU zu unterstützen.
+ Ausländische Bildungsabschlüsse müssen leichter und schneller anerkannt werden.
+ Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für AsylwerberInnen.

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