6. Treffen der "Salzburg Gruppe" - Karlheinz Töchterle: Ist alles vergleichbar, was verglichen wird?

Amtskollegen und Vertreter aus 13 Ländern erstmals in Innsbruck zu Gast - Diskussion zu Rankings und Wissenschaftskommunikation

Innsbruck (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle eröffnete heute früh offiziell das mittlerweile sechste Treffen der "Salzburg Gruppe", zu dem er Amtskolleg/innen und Vertreter/innen aus 13 Ländern - darunter erstmals Kroatien - nach Innsbruck geladen hatte. Bereits gestern Abend erfolgte der informelle Auftakt bei einem Abendessen am Hafelekar auf Einladung von Landeshauptmann Günther Platter, vertreten durch Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe. Das Motto des heurigen Treffens lautet "Measuring Innovation - communicating the relevance of science", am Programm stehen u.a. Vorträge des litauischen Ministers Dainius Pavalkis, der einen Überblick über die mit Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Litauens geben wird, sowie von Dr. Peter Dröll, Vertreter der Europäischen Kommission. Ausklingen wird die "Salzburg Gruppe" bei einem Bergisel-Besuch. Minister Töchterle wird morgen nach Lindau weiterreisen und dort an der Eröffnung des 63. Nobelpreisträger/innentreffens teilnehmen sowie am Rande mit der deutschen Bildungsministerin Dr. Johanna Wanka zu einem Arbeitsgespräch zusammentreffen.

Beim heurigen Treffen der "Salzburg Gruppe" stehen Rankings und ihre Bedeutung für die Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt, gibt es doch im Wissenschafts- und Forschungsbereich eine wachsende Anzahl an Messungen und Vergleichen, die sich auf die Wahrnehmung von Wissenschaft und Forschung in der Öffentlichkeit auswirken. Als Beispiele nannte Töchterle das "Innovation Union Scoreboard" der Europäischen Union, die jüngst präsentierte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", das Shanghai- und das Times Higher Education-Ranking und das Ranking "Universitas 21" der Universität Melbourne, wo Österreich sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz auf Rang elf verbessert hat und vor Ländern wie Frankreich und Deutschland zu liegen kommt. "Rankings können eine wichtige Standortbestimmung sein und beeinflussen den Diskurs über Universitäten und Standorte und die Relevanz von Wissenschaft insgesamt, dessen müssen wir uns bewusst sein." Aber der Minister plädierte erneut dafür, "die diversen Rankings differenziert zu sehen und vor allem immer auch zu berücksichtigen, was genau gemessen wird. Ist alles vergleichbar, was verglichen wird?", fragt der Minister angesichts unterschiedlicher Rahmenbedingungen in Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft und ebenso in Hinblick auf die unterschiedliche Datenbasis sowie die verschiedenen Methoden.

Die Mitglieder der vom damaligen Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn initiierten "Salzburg Gruppe" treffen sich jährlich. Ziel ist die bessere Vernetzung und engere Abstimmung im Forschungsbereich. Der Mehrwert dieser Vorgangsweise wurde bspw. in den Vorbereitungen zum nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm deutlich. Nach Salzburg, Bregenz und Wien kommt die "Salzburg Gruppe" heuer zum ersten Mal in Innsbruck zusammen. Minister/innen und Vertreter/innen aus Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, der Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern sind in die Tiroler Landeshauptstadt gekommen.

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