LH Kaiser: Kroatien ab 1. Juli offiziell EU-Mitglied

Kärnten und Kroatien haben enge Berührungspunkte in vielen Bereichen - Gemeinsame Chancen nutzen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kroatien wird am 1. Juli, als 28. Mitglied in die Europäische Union aufgenommen. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser heißt das Land mit seinen rund 4,5 Millionen Einwohnern herzlich in der Staatengemeinschaft willkommen: "Kroatien hat sich sehr engagiert und gewissenhaft in die EU hineingearbeitet. Es ist ein Land, mit dem vor allem Österreich und Kärnten gute Beziehungen und enge Berührungspunkte in vielen Bereichen haben. Diese Südosterweiterung wird Europa bestimmt wertvolle Impulse geben", teilte heute, Samstag, der Landeshauptmann mit.

Kaiser strich hervor, dass Österreich der bei weitem größte ausländische Investor in Kroatien sei. Von 1993 bis 2011 habe die österreichische Wirtschaft dort mit 6,37 Milliarden Euro rund 24,8 Prozent aller Auslandsinvestitionen getätigt. "Kärnten ist ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner Kroatiens. Rund 55 Kärntner Firmen haben dort eine Niederlassung", betonte der Landeshauptmann. Er verwies auch darauf, dass 2011 kroatische Waren im Wert von 24,97 Millionen Euro nach Kärnten eingeführt wurden, die von Kärnten nach Kroatien exportierten Waren hingegen einen Wert von 61,69 Millionen Euro hatten. Deutlich positiv sei auch die gesamtösterreichische Handelsbilanz mit Kroatien, 2012 waren es laut Statistik Austria 349 Millionen Euro (Einfuhr: 0,761 Mrd./Ausfuhr: 1,109 Mrd.). Auch als Tourismusland werde Kärnten von den Kroatinnen und Kroaten sehr geschätzt.

"Die enge Beziehung zwischen Kärnten und Kroatien basiert natürlich nicht nur auf Papieren und Zahlen. Es sind vor allem die Menschen, die eng und freundschaftlich miteinander verbunden sind", meinte der Landeshauptmann. So würden in Kärnten rund 4.500 Kroatinnen und Kroaten leben, das seien rund elf Prozent der Ausländer in Kärnten. "Sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und für unser Bundesland auch aufgrund der hohen Abwanderung von großer Bedeutung. Wir sind darauf angewiesen, dass sich Menschen bei uns niederlassen, hier arbeiten und so dazu beitragen, dass der Wohlstand in Kärnten erhalten bleibt", sagte Kaiser.

Der Landeshauptmann verwies weiters auf die bereits bestehenden Kooperationen Kärntens mit Kroatien. So teile sich Kärnten die Räumlichkeiten im Verbindungsbüro in Brüssel mit der kroatischen Region Istrien sowie Friaul-Julisch Venetien und dem Kanton Sarajevo. Kroatische Regionen seien zudem sehr am Beitritt zur "Euregio Senza Confini - ohne Grenzen" interessiert, die Kärnten mit Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto bildet.
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