"profil": Wiener Stadthalle mit Verlusten in Millionenhöhe

Hochriskantes Derivatportfolio bringt Unternehmen schwer unter Druck - Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Wiener Stadthalle Betriebs-und Veranstaltungsgesellschaft mit schweren Verlusten zu kämpfen. Laut dem Mitte Mai veröffentlichten Jahresabschluss 2012 beläuft sich der Bilanzverlust der Stadthalle - als Teil der Wien Holding eine 100-Prozent-Tochter der Stadt - auf 6,5 Millionen Euro. Auf dieses Ergebnis kommt das Unternehmen aber nur, weil die Wien Holding ihrer Tochter 8,3 Millionen zugeschossen hat. Tatsächlich erwirtschaftete das Veranstaltungshaus am Vogelweidplatz zuletzt einen Fehlbetrag von 14,8 Millionen Euro.

Derivatgeschäfte, welche die Stadthalle im Zuge der Errichtung der Halle F eingegangen ist, drücken schwer auf das Ergebnis. Für zwei mit der Erste Bank abgeschlossene Zinsderivate mussten Rückstellungen in Höhe von gesamt 3,9 Millionen Euro gebildet werden. Ein mit der Unicredit Bank Austria abgeschlossenes Optionsgeschäft lag zum Bewertungsstichtag mit 3,6 Millionen Euro im Minus.

Zudem ermittelte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft über ein Jahr lang wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung. Die Untersuchungen sind nun abgeschlossen. Man werde demnächst eine "Enderledigung" (Anklageerhebung, Diversion oder Einstellung) vorschlagen, heißt es von Seiten der Behörde.

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