Kyrle: "Wir müssen uns gemeinsam für die vollständige Verwirklichung der Menschenrechte einsetzen"

Die Konferenz "Vienna+20" endet mit handlungsorientierten Empfehlungen für einen besseren Menschenrechtsschutz weltweit

Wien (OTS) - Anlässlich des 20. Jahrestages der Wiener Weltkonferenz über Menschenrechte veranstaltete Österreich in Zusammenarbeit mit der UN Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay am 27. und 28. Juni 2013 in Wien eine internationale Expertentagung unter dem Titel "Vienna+20: Advancing the Protection of Human Rights".

"Die Vienna+20 Menschenrechtskonferenz hat unser Engagement für die Förderung und den Schutz von Menschenrechten erneut bekräftigt", betonte Johannes Kyrle, Generalsekretär im österreichischen Außenministerium in seinem Statement am Ende der Konferenz, an der führende MenschenrechtsexpertInnen aus der ganzen Welt teilgenommen hatten, darunter Tawakkul Karman, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin aus dem Jemen, Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, sowie der stellvertretende Generalsekretär der Vereinten Nationen Jan Eliasson. Die Konferenz verlieh MenschenrechtsverteidigerInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die weltweit eine wesentliche Rolle im Schutz von Menschenrechten spielen, eine Stimme und erarbeitete praxisorientierte Empfehlungen, wie das internationale Menschenrechtssystem weiter gestärkt werden kann. Die Kernthemen der Konferenz waren Rechtsmittel für Opfer von Menschenrechtsverletzungen, eine Stärkung der Rolle der Frau im öffentlichen und politischen Leben, sowie die Einbindung der Menschenrechte in die post-2015 Entwicklungsagenda der UNO.

Die ExpertInnen sind sich einig, dass in den letzten zwanzig Jahren zwar viel erreicht wurde, dass die vollumfängliche Umsetzung von Menschenrechten allerdings für zu viele nach wie vor ein Traum ist. Die TeilnehmerInnen verliehen ihrer Sorge über den Anstieg an Schikanen und Einschüchterungen durch Regierungen Ausdruck, denen sich MenschenrechtsverteidigerInnen und zivilgesellschaftliche Organisationen ausgesetzt sehen und die ihre Freiheit und ihren Handlungsspielraum einschränken. Die Fachleute hoben darüber hinaus das Internet und die sozialen Medien als mächtige Faktoren für die Förderung und den Schutz von Menschenrechten hervor und forderten ein Ende der unnötigen Beschränkungen sowie den Schutz privater Daten. Johannes Kyrle dankte der Hochkommissarin für die Arbeit ihres Büros und ihre Unterstützung und meinte: "Diese Konferenz hat eine Reihe äußerst zweckdienlicher Empfehlungen für die volle Umsetzung von Menschenrechten erarbeitet. Die Verantwortung liegt jetzt bei allen MenschenrechtsakteurInnen, vor allem bei den Regierungen: sie müssen mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten um die Empfehlungen weiterzuverfolgen und umzusetzen. Wir werden die Empfehlungen kommenden Herbst beim Menschenrechtsrat und der Generalversammlung einbringen."

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3320, F:+43(0)501159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002