AKNÖ: Zu viele Schulkinder brauchen Nachhilfe

40 Prozent der Eltern fordern deshalb Ganztagesschule

Wien (OTS/AKNÖ) - Mehr als ein Viertel aller niederösterreichischen Haushalte mit Schulkindern musste im ablaufenden Schuljahr Nachhilfe in Anspruch nehmen. Das zeigt eine IFES-Studie, die die AKNÖ in Auftrag gegeben hat. Die AKNÖ fordert deshalb erneut den Ausbau der Ganztagesschule.

Beinahe ein Drittel der Nachhilfeschüler nahm das gesamte Schuljahr lang Nachhilfeunterricht. "Vor Schularbeiten oder Tests sind es sogar doppelt so viele", weiß AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner. Die meisten Nachhilfestunden, so Kastner, wurden in Mathematik und in den Fremdsprachen gebraucht - quer über alle Schulformen und Schulstufen hinweg. Am öftesten wurde aber die Nachhilfe in Haushalten mit Kindern, die eine AHS besuchen, in Anspruch genommen

Schuljahr 2012/2013: 21 Millionen für Nachhilfe in NÖ

Nachhilfe ist teuer. Im Schnitt musste ein betroffener Haushalt 625 Euro pro Schuljahr berappen. Insgesamt wurden von den niederösterreichischen Eltern im vergangenen Schuljahr rund 21 Millionen Euro ausgegeben. Die Preiseunterschiede für die Nachhilfestunden sind zum Teil enorm. Das zeigte auch eine jüngst durchgeführte Erhebung der AKNÖ bei 77 Nachhilfeinstituten in Niederösterreich. Eine Einzelstunde kam dabei im Schnitt auf 32 Euro, ein Unterricht in der Kleingruppe auf knapp 20 Euro. Neben professionellen Instituten wird Nachhilfe vor allem bei Lehrkräften und Studierenden genommen.

Schon 40 Prozent wollen Ganztagesschule

Laut AKNÖ-Präsident Hermann Haneder fordern deshalb viele Eltern Verbesserungen in der Schule. "Die Eltern wollen, dass verständlicher unterrichtet wird. Sie wollen auch mehr individuelle Förderung in der Schule, mehr Schul- und weniger Hausübungen. Aber trotz Ausweitung der schulischen Nachmittagsbetreuung mangelt es in Niederösterreich noch immer an echten Ganztagesschulen", so Haneder. Kein Wunder also, dass schon über 40 Prozent der niederösterreichischen Eltern laut IFES-Studie eine Ganztagsschule fordern, wo Lernen, begleitete Freizeit und Förderung kindgerecht über den ganzen Tag verteilt werden.

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