MA21 Befragt Anrainer zu Danube Flats - aber nicht die unbequemen

Ein neues Kapitel in der Chronologie der Manipulation um das private Bauprojekt Danube Flats?

Wien/Donaustadt (OTS) - 4000 Fragebögen verpackt in einer amtlichen Mitteilung der MA21 sollen die Anrainer um das Vorhaben in Kaisermühlen erhalten haben. So behauptet es die MA21. Die unmittelbar betroffenen Anrainer im Hochhaus Neue Donau sind jedoch von der Befragung ausgeschlossen, die haben nichts bekommen! Deren kritische Position könnte wohl das gewünschte Ergebnis verfälschen.

Die Eingangsfrage wird am Beispiel einer Fotomontage des Standortes aus der Vogelperspektive mit den geplanten Gebäuden dargestellt. Ein Bild mit dem der Investor sein Projekt anpreist, von dem die MA 21 jedoch selbst sagt, dass es letztendlich nicht so aussehen würde, da wesentliche Umplanungen notwendig sein werden. Die weiteren Fragestellungen beziehen sich oberflächlich auf die vermeintlich begehrenswerte Infrastruktur um und in Danube Flats. Essentielle und substanzielle Punkte, interessant für die Anrainer, können nicht identifiziert werden. Es geht um um Rampen, Spielbereich, Sanitäreinrichtungen, Umkleidekabinen, Fahrradservice, Fahrradboxen, Geschäft mit Badeutensilien, Badesteg. Weiters Kindergarten, Supermarkt, Ärztezentrum, Cafe, Coworking Space(?), Raumangebote für Vereine & Initiativen. Ohne krampfhaft konstruierte Argumente ist es nicht erklärbar, warum für die genannten Verbesserungen 45 Stockwerke sein müssen. Die Einhaltung der aktuellen Bestimmungen genügt vollauf.

Ein weiteres Indiz, das die schon bisher fragwürdige Vorgangsweise in skandalöser Weise nahtlos fortsetzt, ist die beigelegte Information des privaten Bauwerbers. Interessierte können sich direkt bei der Danube Flats GmbH über Details informieren.
Es ist bemerkenswert, dass die MA21 quasi als Prospektverteiler für ein privates Unternehmen auftritt und dessen Vermaktungsabsichten und Werbebotschaften als amtliche Mitteilung deklariert. Somit wird der Leser schon vor dem Ausfüllen des Fragebogens in die gewünschte Richtung gelenkt. Nicht nur die Initiative Kaisermühlen stellt sich die Frage: Wer bezahlt wohl den Aufwand für diese Anrainerbefragung, welchen Zweck verfolgt sie und wer kann den Umwidmungsgewinn auf seinem Konto verbuchen?

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