Mitterlehner: "Förderoffensive für Kinderbetreuung weiter beschleunigt"

Familienminister zu Kindertagesheimstatistik 2012/2013 - Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert, über 31.000 Kinderbetreuungsplätze und 11.000 Arbeitsplätze geschaffen

Wien (OTS/BMWFJ) - "Die heute von der Statistik Austria veröffentlichte Kindertagesheimstatistik zeigt sowohl die Fortschritte als auch den weiteren Handlungsbedarf bei den Kinderbetreuungsangeboten in Österreich auf", betont Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner. "Der Bund hat von 2008 bis heute rund 80 Millionen Euro investiert und damit mehr als 31.000 zusätzliche Plätze in Kindergärten und Kinderkrippen ermöglicht. Allein für die Unter-Drei-Jährigen liegt der Zuwachs innerhalb der letzten fünf Jahre bei 21.400 betreuten Kindern", so Mitterlehner. "Damit haben wir die Wahlfreiheit für Eltern deutlich erhöht. Sie können Familie und Beruf besser vereinbaren als früher. Dazu kommt, dass durch eine gute Betreuung nicht nur die Eltern bei ihrer unersetzlichen Erziehungsarbeit unterstützt werden, sondern sich auch die Bildungschancen der Kinder erhöhen."

Bei den Drei- bis Sechsjährigen hat Österreich das Barcelona-Ziel der EU mit einer Betreuungsquote von aktuell 92,8 Prozent (inklusive Tageselternbetreuung) bereits übertroffen. Weiterhin Aufholbedarf besteht laut Mitterlehner bei den Unter-Dreijährigen, auch wenn deren Betreuungsquote mit dem Ausbauprogramm auf 22,9 Prozent (inklusive Tageselternbetreuung) gestiegen ist und damit rund neun Prozentpunkte höher liegt als vor dem Start der Bundesinitiative. "Wir haben das Angebot schrittweise verbessert, wollen das Ausbautempo allerdings mit zusätzlichen Mitteln weiter beschleunigen, um das Barcelona-Ziel von 33 Prozent auch bei den Kleinkindern möglichst bald zu erreichen", verweist Mitterlehner auf die jüngsten Ministerratsbeschlüsse.

Auf dieser Basis will der Bund den für die Kinderbetreuung zuständigen Ländern Mittel in Höhe von jährlich 100 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zur Verfügung stellen, wovon 50 Millionen Euro schon auf heuer vorgezogen werden sollen. Damit sind auch positive Konjunktureffekte verbunden: "Der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen schafft einen Mehrwert für Konjunktur und Arbeitsmarkt. In den vergangenen fünf Jahren haben wir durch unsere Investitionen rund 11.000 Arbeitsplätze geschaffen, allein im vergangenen Kindergartenjahr waren es 1.300 neue Arbeitsplätze. Mittlerweile finden über 51.000 Menschen einen Arbeitsplatz in Kinderbetreuungseinrichtungen. Darüber hinaus erhöht sich durch mehr Kinderbetreuungsangebote auch die Frauenbeschäftigungsquote", erläutert Mitterlehner.

Öffnungszeiten schrittweise erweitert

Im Zuge der bestehenden 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern zum Ausbau der Kinderbetreuung wird auch die Erweiterung der Jahresöffnungszeiten gezielt gefördert, weshalb es hier einen positiven Trend gibt: Laut Statistik Austria haben inzwischen 35 Prozent der Kindergärten 47 Wochen und mehr geöffnet, letztes Jahr waren es noch 30 Prozent und vor fünf Jahren nur 20 Prozent. Bei den Krippen haben bereits drei Viertel Öffnungszeiten von 47 Wochen und mehr. "Unser Ziel sind flächendeckende Öffnungszeiten von 47 Wochen und mehr, weshalb dies auch einen der Förderschwerpunkte im neuen 400-Millionen-Programm bilden soll", so Mitterlehner. Ein weiterer Schwerpunkt soll auch in der Abdeckung des regionalen Bedarfs an gemeindeübergreifenden Kooperationen liegen, die vor allem zu Ferienzeiten Vorteile für die Familien bieten können.

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