Neues Volksblatt. "Hoffnungspaket" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 26. Juni 2013

Linz (OTS) - Der Ordnung halber muss man die Dinge auseinanderhalten:
Die Alpine-Pleite hat grundsätzlich nichts mit der schwächelnden Konjunktur zu tun. Dass die zweitgrößte Baufirma Österreichs in die Insolvenz schlitterte, ist in erster Linie dem Management zuzuschreiben, denn Arbeit an sich ist genug da. Dass das so ist, ist nicht zuletzt der öffentlichen Hand zu danken, die schon bisher der Bauwirtschaft so manchen Schub verliehen hat. Wenn dann jemand wie die Alpine trotzdem den Schwung verliert, ist das doppelt bitter.
So gesehen kann man nur hoffen, dass das jetzt beschlossene Konjunkturpaket auch tatsächlich im Sinne der Erfinder wirksam wird. Es ist kein Rettungspaket, sondern ein Hoffungspaket, das Signal lautet: Wir nehmen Geld in die Hand, damit es auch in instabilen Zeiten das Vertrauen in die Zukunft gibt. Bekanntlich lebt die Marktwirtschaft nicht zuletzt auch von der Stimmung; ist sie schlecht, wird weniger konsumiert - und die Spirale dreht sich in die verkehrte Richtung.
Mehr Wohnung zu leistbaren Mieten, noch mehr Kinderbetreuungsplätze zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf, rascherer Ausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen als Signal der Sicherheit für Hab und Gut, aber noch mehr das eigene Leben, Darlehen für hochwassergeschädigte Betriebe, um Jobs zu sichern: Das alles ist grundsätzlich wichtig und richtig; wenn damit die Alpine-Pleite gemildert wird, ist es umso besser.

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