BK Faymann und GBH-Muchitsch bei ALPINE-Betriebsräteversammlung

GBH-Muchitsch: Bau-Konjunkturpaket muss in Österreich ankommen!

Wien (OTS/ÖGB) - Bei der ALPINE-Zentralbetriebsratsversammlung am Dienstag in Hirschwang/NÖ, zu der auch Bundeskanzler Werner Faymann persönlich gekommen war, ging es um eine weitere gemeinsame Vorgangsweise im Interesse der insgesamt 4.905 Beschäftigten der ALPINE.

Ziel ist es, in den nächsten drei Wochen im Zuge von 31 geplanten Betriebsversammlungen sämtliche offene Ansprüche aller Beschäftigten aufzunehmen und beim Insolvenz-Entgeltfonds anzumelden. "Jeder Tag zählt! Je früher die Ansprüche angemeldet werden, desto früher erhalten die Beschäftigten sie ausbezahlt!", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Abg. z. NR Josef Muchitsch.

Die Sorge um die zukünftigen Beschäftigungsmöglichkeiten der ALPINE-Mitarbeiter ist riesengroß. Das war auch in der Diskussion der Betriebsräte mit Bundeskanzler Faymann und GBH-Chef Muchitsch deutlich zu spüren. Muchitsch: "Jetzt ist es wichtig, dass auf den ALPINE-Baustellen so schnell wie möglich weitergearbeitet werden kann. Der Masseverwalter ist gefordert, die vielen hundert vorliegenden Angebote aus der Bauwirtschaft auf ihre Sicherheit und die Möglichkeit einer umfassenden Weiterbeschäftigung zu prüfen, zu entscheiden und letztendlich rasch grünes Licht zu geben."

Klar wurde bei der Versammlung auch, dass die ALPINE in Österreich in den letzten Jahren positive Ergebnisse erzielt hat. Allerdings waren die negativen Auslandsergebnisse letztlich größer.

Die Zentralbetriebsräte legen nun große Hoffnungen auf das heute präsentierte Bau-Konjunkturpaket der Bundesregierung. Muchitsch: "Die Bau-Beschäftigten haben mit diesem Paket wesentlich größere Chancen, auch in Zukunft Beschäftigung am Bau zu haben. Mein Dank an die Bundesregierung, allen voran an Bundeskanzler Faymann - hier wurde sehr rasch und richtig gehandelt! Gerade in der derzeitigen Situation ist das ein großer Lichtblick. Auch für die Arbeiter in der ALPINE sind wir zuversichtlich - kritischer beurteilen die Betriebsräte die Situation bei den Dienstverhältnissen der Angestellten, was eine durchgehende Beschäftigung betrifft."

Die Zentralbetriebsräte appellierten an den Bundeskanzler, alles zu tun, damit es in Zukunft bei den Auftragsvergaben Lösungen für regionale, also österreichische, Vergaben gibt, bei denen Qualitäts-und Beschäftigungskriterien wie z.B. Lehrlinge, ältere Arbeitnehmer und generell Arbeitnehmer mit Anmeldung in Österreich oberste Priorität haben und nicht der niedrigste Preis.

Muchitsch: "Es ist wichtig, dass das Geld aus dem Bau-Konjunkturpaket und aus künftigen Aufträgen auch in Österreich ankommt - mit österreichischen Auftragsvergaben! Dass dies möglich ist und dem EU-Recht nicht widerspricht, beweist die steirische Winterbauoffensive, bei der dies umgesetzt wird und funktioniert."

Rückfragen & Kontakt:

GBH-Presse
Thomas Trabi, M.A.
0664/614 55 17
presse@gbh.at
www.bau-holz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003