Die Bewältigung komplexer Aufgaben braucht akademische Ausbildung

Gleichbehandlung muss durch das BMLVS aber garantiert sein!

Wien (OTS) - Mit Verwunderung hat die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere den medialen "Aufschrei" über den PhD-Studiengang für angehende Offiziere des Generalstabsdienstes registriert. Und zwar deshalb, weil über die Akademisierung anderer Berufe stets wohlwollend berichtet worden ist.

Offiziere des Bundesheeres sind Führungskräfte, die hochkomplexe Aufgabenstellungen auch unter schwierigsten Bedingungen und sogar unter Anwendung einer Fremdsprache bewältigen können müssen. Dies verlangt eine akademische Ausbildung zumindest im gleichen Ausmaß wie es etwa für Lehrer und Sozialberufe gilt.

In der Sache selbst argumentiert das BMLVS allerdings höchst eigenartig. So wird unter Anderem behauptet, dass alle Offiziere des Generalstabsdienstes ein Doktorat-Studium bezahlt bekommen und in der Dienstzeit absolvieren müssen(siehe die Medienberichte), weil dies für die durch das BMLVS betriebenen Studiengängen (FH-Bachelor- und FH-Masterstudiengang "Militärische Führung") benötigt wird.

Tatsache aber ist, dass dies nicht nur auf Offiziere des Generalstabsdienstes zutrifft, weil die große Mehrheit des Lehrpersonals an diesen Studiengängen aus der Personengruppe der "Offiziere des Truppendienstes" kommt. Diesen wurde aber durch den Arbeitgeber bisher kein derartiges Weiterbildungsangebot gemacht! Im Gegenteil, es wurde ihnen sogar privat absolvierte akademische Ausbildung nicht anerkannt und deren Wert in Abrede gestellt.

Die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere verlangt daher aus Gründen der Gleichbehandlung, dass für alle Offiziere des Bundesheeres die volle Anerkennung ihrer im Bachelorstudiengang des BMLVS erworbenen akademischen Basisqualifikation vorgenommen und auch den Offizieren des Truppendienstes akademische Weiterbildung zugänglich gemacht wird.

Im Sinne der Verpflichtung zu Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit wären dabei der Bedarf sowie die Eignung der betroffenen Person zu berücksichtigen und privat absolvierte akademische Studien nicht länger zu ignorieren.

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