Schmied: "Wir sind dank unseres Bildungssystems in der Oberliga bei Jugendbeschäftigung"

OECD-Direktorin Barbara Ischinger und Bildungsministerin Claudia Schmied stellen erstmals in Wien die weltumspannende OECD-Studie "Education at a Glance" vor

Wien (OTS/SK) - Die jährlich erscheinende Studie der OECD (Organistion for Economic Co-operation and Development) "Education at a Glance - Bildung auf einen Blick" wurde heute, Dienstag, von OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger, Bildungsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle vorgestellt. Zum ersten Mal wurde diese weltumspannende Vergleichsstudie in Wien präsentiert, was Schmied als Auszeichnung für Österreichs Schulsystem bewertete. Österreichs berufsbildendes Bildungssystem brilliert im internationalen Vergleich. Entgegen dem OECD Trend ist der Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die in der Krise weder beschäftigt waren noch an Bildung oder Ausbildung teilnahmen, gesunken. "Die Beschäftigungseffekte des berufsbildenden Bildungsbereichs sind herausragend", kommentierte die OECD-Vertreterin. ****

Die öffentlichen Gesamtbildungsausgaben liegen bei einem Anteil von fast 90 Prozent über dem OECD-Durchschnitt. Die öffentlichen Ausgaben seien bewusst so hoch gesetzt, so Schmied: "Bildung ist öffentliches Gut und hat hohen Wert in der Gesellschaft." Die Investitionen in Bildung haben darüber hinaus einen großen Beschäftigungseffekt. Durch die Ausbildung von Arbeits- und Fachkräfte werden Arbeitsplätze sichergestellt. Die niedrige Jugendarbeitslosenquote ist laut OECD auf das gut ausgebaute Berufsausbildungssystem zurückzuführen. Trotz der guten Ergebnisse betonte Schmied: "Jede Person ohne Beschäftigung ist eine Person zu viel."

"Österreich ist traditionell für das hohe Bildungsniveau der Bevölkerung bekannt", lobte die Bildungsdirektorin der OECD. Die Bildungsministerin antwortete: "Ich setzte alles daran, dass der Bildungsstandard hoch bleibt, und noch höher wird." Angesichts der hohen Zahl der Absolventinnen und Absolventen beruflicher Bildungsgänge ist es in Österreich indessen besonders wichtig, dass die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungszweigen gewährleistet und Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung der Zugang zu Hochschuleinrichtungen ermöglicht wird. "Wir müssen Chancengerechtigkeit fördern, indem wir die neue Mittelschule ins Regelschulwesen aufnehmen und die schulische Tagesbetreuung ausbauen", sagte Schmied.

Die Bildungsinvestitionen der letzten Jahre zeigen Erfolge. Je Schülerin bzw. Schüler wird pro Jahr erheblich mehr für die Primar-und Sekundarbildung ausgegeben, als dies im OECD-Durchschnitt der Fall ist. Im Primärbereich hat sich die durchschnittliche Klassengröße von 20 auf 18,2 und im allgemeinbildenden Sekundarbereich von 23,9 auf 21,3 Schülerinnen und Schüler verringert. Die durchschnittliche Klassengröße liegt somit unter dem OECD-Durchschnitt. Das Betreuungsverhältnis ist dadurch erheblich besser geworden.

Die OECD spricht außerdem eine Empfehlung aus, die Ausbildung der Lehrkräfte zu forcieren, da eine große Zahl an Lehrenden in naher Zukunft in Ruhestand gehen wird. Bildungsministerin Schmied ist überzeugt: "Wir haben einiges erreicht und es liegt viel vor uns. Der Bericht unterstreicht, dass es Mut braucht zur gleichzeitigen Umsetzung vieler verschiedener Maßnahmen. Ich werde den bildungspolitischen Kurs entschlossen und konsequent fortsetzen."

Hier weitere Informationen zur OECD-Studie:
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2013/20130625a.xml

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