Wr. Rechnungsabschluss 2012 - SP-Gaal: "Wir alle sind gefordert, dass so etwas nicht mehr passiert"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Kinderheim-Übergriffe der 1950-70er beschäftigen uns derzeit sehr intensiv", betonte die Wiener SP-Gemeinderätin Kathrin Gaal bei ihrer heutigen Rede zum Rechnungsabschluss im Gemeinderat. Die Stadt hätte nach dem Bekanntwerden erster Vorwürfe unverzüglich reagiert und unabhängige Kommissionen eingesetzt, weil, wie Gaal weiter betonte, "wir an einer lückenlosen und raschen Aufklärung der Vorwürfe interessiert waren", daher seien auch die Expertenteams sofort und unabhängig eingesetzt worden. Gaal bedankte sich - stellvertretend - beim Team rund um den Historiker Reinhard Sieder und bei den Mitgliedern der Helige-Kommission.

Die Interviews mit den ZeitzeugInnen durch die Helige-Kommission hätten den Bericht der Historikerkommission bestätigt, dass es damals in den Heimen physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch im Kinderheim gegeben hat. "Ich bin froh, dass der "Weiße Ring" den Opfern hilft und wir im Gemeinderat gemeinsam insgesamt 31,5 Millionen Euro an finanzieller Entschädigung beschlossen haben", Gaal weiter. "Es gibt leider keine Möglichkeit dieses schreckliche Unrecht gut zu machen, aber wir können zu unserer Verantwortung stehen, uns dafür entschuldigen - so, wie es der Wiener Bürgermeister und Stadtrat Christian Oxonitsch bereits getan haben - und wir können die Opfer entschädigen", so Gaal. Dies sei zumindest ein Zeichen der Anerkennung des Leides und des Respekts.

"Wir alle sind gefordert, dass so etwas nicht mehr passiert", plädierte Gaal. Daher werde die MA 11 (Jugend und Familie) die Berichte analysieren und gegebenenfalls entsprechende Verbesserungsmaßnahmen setzen. Die strafrechtliche Verantwortung obliege nun der Staatsanwaltschaft und den Gerichten - der Endbericht werde die Grundlage für weitere Ermittlungen sein. Abschließend bedankte sich Gaal noch einmal eindringlich bei den ZeugInnen, Betroffenen und Mitgliedern der Kommission: "Durch ihr Vertrauen und ihre Offenheit wurde die Untersuchung überhaupt erst ermöglicht!"

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