Mikl-Leitner: Pflegekarenz und Pflegeteilzeit entlasten die Menschen in einer schwierigen Zeit

Wöginger: Sozialausschuss beschließt Pflegefondsreform

Wien (OTS) - Im heutigen Sozialausschuss ist die bezahlte Pflegekarenz beschlossen worden. Damit werden Personen die ihre Angehörigen pflegen entlastet. Tritt in der Familie ein Pflegefall auf, kann ab 2014 für bis zu drei Monate Pflegekarenz vereinbart werden. Für die Job-Unterbrechung erhält man ein Karenzgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes, das ist bis zu rund 1.400 Euro monatlich. "Dadurch werden die Betroffenen in einer schwierigen Zeit entlastet und die Pflegeleistung innerhalb der Familie wird deutlich aufgewertet", so ÖAAB-Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner.

"Neben der Pflegekarenz haben wir auch eine Pflegeteilzeit ermöglicht, die wie die Karenz bis zu drei Monate in Anspruch genommen werden kann. Pflegekarenz und Pflegeteilzeit kann man ab der Pflegegeldstufe drei des Angehörigen oder ab Stufe eins bei minderjährigen Kindern und bei Demenz in Anspruch nehmen. Das Pflegekarenzgeld gebührt in diesem Fall aliquot zum Ausmaß der Arbeitszeitverkürzung. Damit ermöglichen wir den Betroffenen mehr Zeit für die Pflege ihrer Angehörigen, ohne dass sie fürchten müssen, ihren Job zu verlieren", betont die ÖAAB-Bundesobfrau.

Pflegefonds finanziert zukünftig Maßnahmen wie mobile und stationäre Kinderhospiz- und Kinderpalliativbetreuung

"Wenn Kinder von schweren Krankheiten betroffen sind, brauchen sie unsere Hilfe dringlicher denn je. Dort, wo es um Hilfe für die Schwächsten der Gesellschaft geht, darf die öffentliche Hand nicht auslassen. Mit dem heutigen Beschluss im Sozialausschuss wurde die dringend notwendige Pflegefondsreform auf den Weg gebracht. Der Pflegefonds finanziert vorrangig mobile und andere nicht-stationäre Pflegedienste. Mit dieser Novelle können erstmals auch mobile Hospizdienste finanziert werden. Auch - mobile und stationäre -Kinderhospiz- und Kinderpalliativbetreuungen können zukünftig über den Pflegefonds gefördert werden. Der Pflegefonds erhält für die Jahre 2015 und 2016 zusätzlich 650 Millionen Euro. Damit ist die Finanzierung der Pflegeleistungen nachhaltig gesichert. Diese Reform ist ein Lichtblick für die betroffenen Kinder und deren Familien und ein Meilenstein für die Familien- und Sozialpolitik Österreichs", so ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger.

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