OECD-Studie: Schmidinger warnt davor, Herausforderungen zu verharmlosen

Wien (OTS) - "Wo Licht ist, da bleibt auch Schatten", so der Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, in seiner ersten Reaktion zur heute präsentierten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2013". Bei aller Anerkennung des Erreichten dürfe die Bundesregierung nicht verharmlosen, was an Herausforderungen bleibt: So sei beispielsweise die ausgewiesene Steigerung der jährlichen Ausgaben pro Student/in bzw. pro Absolvent/in wenig aussagekräftig, solange auf Grund der ungenügenden Betreuung die Studiendauer nicht deutlich gesenkt werden kann. "Das ist mit ein Grund, warum Studieren in Österreich -gemessen an den öffentlichen Ausgaben - als teuer erscheinen mag", betont Schmidinger. Die in der Studie hervorgehobene Verbesserung des Betreuungsverhältnisses im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr zuvor sei viel zu gering, um gar als Durchbruch gewertet zu können.

Die vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in dem Zusammenhang geäußerten Hoffnungen auf eine weitere Verbesserung der Betreuungsverhältnisse, beruhend auf der Einführung der Studienplatzfinanzierung, könnten sich als trügerisch herausstellen, warnt Schmidinger. Die Rektorinnen und Rektoren haben sich in der gestrigen Plenarversammlung besorgt darüber geäußert, dass im jüngsten Strategiebericht des Bundesministeriums für Finanzen das Wort Studienplatzfinanzierung nicht einmal erwähnt wird. "Auch im Bundesfinanzrahmengesetz ist bis 2017 keine Erhöhung der Mittel vorgesehen, was ja Voraussetzung für eine echte Studienplatzfinanzierung wäre", moniert der uniko-Präsident. Diese müsse sich, um ihre Wirkung zu entfalten, nämlich an den Normkosten eines Studienplatzes im Sinne einer Vollkostendeckung orientieren. Schmidinger: "Die offenbar beabsichtigte Verteilung von mehr oder weniger gleichbleibenden Jahresbudgets wird dem ursprünglichen Modell der Studienplatzfinanzierung nicht gerecht. Sie wird auch keine signifikante Änderung der kommenden OECD-Statistiken bewirken."

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