WKÖ: Spill over-Effekte der Kreativwirtschaft für ländlichen Raum nutzen!

Kreativwirtschaft außerhalb der urbanen Zentren zu stärken ist Herausforderung und Chance zugleich

Wien/Brüssel (OTS/PWK465) - "Bisher galt die Stadt als der ultimative Platz für KreativunternehmerInnen. Im Zeitalter der grenzenlosen Kommunikation können aber auch ländliche Gebiete unter bestimmten Voraussetzungen zu Brutstätten des Fortschritts werden", betonte Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria der Wirtschaftskammer Österreich, am Montag in Brüssel. Die creativ wirtschaft austria lud am 24. Juni in Kooperation mit dem EU-Büro der WKÖ zu einem Workshop in die Ständige Vertretung Österreichs bei der EU in Brüssel ein: Im Mittelpunkt stand das Potential der Kreativwirtschaft auf regionaler Ebene.

Dieses wurde im Fünften Österreichischen Kreativwirtschaftsbericht erstmals schwerpunktmäßig untersucht: Demnach steigt die Zahl der Unternehmen der Kreativwirtschaft am stärksten außerhalb der Städte. Immerhin 18% der österreichischen Unternehmen der Kreativwirtschaft sind bereits jetzt im ländlichen Raum angesiedelt - und ihre Zahl steigt weiter. Denn 52% der Unternehmen, so ein weiteres Ergebnis der Studie, könnten prinzipiell ortsunabhängig arbeiten.
Mehr Kreativwirtschaft im ländlichen Raum kann eine Win Win-Situation für Kreative und Regionen schaffen: "Für Gemeinden und Regionen eröffnen sich neue Chancen, Abwanderung und Alterung mit klugen Spezialisierungsstrategien zu bekämpfen, was sich kulturell wie ökonomisch auszahlt", so Leimüller. Ein Fokus auf die Kreativwirtschaft oder ihre Teilbranchen könne helfen, die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen und Gemeinden zu steigern, deren Image zu schaffen und gerade jüngere BürgerInnen anzuziehen. Der Kreativwirtschaftsbericht biete dafür eine optimale Orientierungshilfe und Handlungsempfehlungen.

Um ihre Potentiale ausnutzen zu können, muss die Kreativwirtschaft in den EU-Förderprogrammen für die kommende Periode 2014-2020 (COSME, Horizon 2020, Strukturfondprogramme) stark verankert werden. Besonders wichtig ist die Umsetzung des im Programm "Creative Europe" geplanten Garantiefonds für die Kreativwirtschaft: "Er ist ein wichtiges Instrument, um eines der größten Wachstumshemmnisse in der Kreativwirtschaft zu adressieren: Mangelnde Finanzierung. Der Zeitpunkt, um die Kreativwirtschaft optimal im Fördersystem der EU zu positionieren ist jetzt, und wir als creativ wirtschaft austria der WKÖ setzen uns auf allen Ebenen dafür ein", so Leimüller abschließend. (FA)

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