"matinee" am 30. Juni in ORF 2: Das neue vorarlberg museum und "Hemma - Eine Heilige"

Weiters: "Kulturtipps" mit aktuellen Veranstaltungen

Wien (OTS) - Am 21. Juni öffnete das neue vorarlberg museum seine Pforten. Das Museum wirft mit seiner Sonderschau "African Lace" einen Blick über die Landesgrenzen hinaus und spürt den ungewöhnlichen Verbindungen der Vorarlberger Sticker mit ihren nigerianischen Kundinnen nach. Ein Team aus dem Landesstudio Vorarlberg hat das neue Museum und dessen Konzept genauer unter die Lupe genommen. Nach dem live übertragenen Gottesdienst aus Gurk wendet sich die "matinee" der Landesheiligen von Kärnten und Slowenien, der heiligen Hemma zu. Sie lebte vor fast tausend Jahren in Gurk und war eine bemerkenswerte Frau, wie Dokumente und Legenden belegen.

Clarissa Stadler führt am Sonntag, dem 30. Juni 2013, ab 9.05 Uhr in ORF 2 durch die "matinee": Zu Beginn steht die Dokumentation "Es ist immer besser geworden ..." über das neue vorarlberg museum, das am 21. Juni eröffnet wurde, auf dem Programm. Danach - um 9.30 Uhr -feiert Bischof Alois Schwarz den "Katholischen Festgottesdienst" live aus dem Mariendom in Gurk. Um 10.15 Uhr beschäftigt sich Waltraud Jäger in ihrem Film "Hemma - Eine Heilige" mit der Landesheiligen von Kärnten und Slowenien, der heiligen Hemma. Die "Kulturtipps" beschließen um 10.40 Uhr die "matinee".

"Es ist immer besser geworden - Das neue vorarlberg museum" (9.05 Uhr)

Fünf Ausstellungen auf drei Ebenen präsentiert das neue "vorarlberg museum". Der vom Architektenteam Cukrowicz/Nachbaur geplante Bau komplettiert - neben Kunsthaus und Landestheater - die Kulturmeile in Bregenz als cremeweißer Solitär mit einer blütenübersäten Fassade. Sie wurde erst durch ein ausgesprochen aufwendiges Rechenprogramm realisierbar und bezieht sich auf das uralte Muster des goldenen Schnitts. Neue Wege geht das Team rund um Direktor Andreas Rudigier im Inneren. In einem mobilen Möblierungskonzept präsentiert sich die Kernschau "vorarlberg - making of". Wie wurde Vorarlberg gemacht? Welche Ideen und Ideologien formten das Land? Thesen zur Diskussion stellen statt Wahrheiten verkünden, das ist die Grundidee der Schau. Ergänzt wird sie um "sein und mein", eine reine Hörausstellung, für die Menschen jeden Alters und unterschiedlichster Herkunft von ihren Daseinsentwürfen und den realen Umweltbedingungen erzählen.

Dabei fallen Klischeebilder, etwa über Bäuerinnen aus dem Bregenzerwald, in sich zusammen. Schmunzelnd meint die 86-jährige Irma Eberle im Rückblick auf ihr bisheriges Leben: "Es ist immer besser geworden!"

"buchstäblich vorarlberg" nennt sich die Schausammlung aus den Beständen des Hauses. 3.000 Exponate werden, alphabethisch zu Gruppen geordnet, die Impressionen zur Sammlungstätigkeit des Hauses seit seiner Gründung durch liberale Industrielle liefern. Samuel Schindler war einer von ihnen - und wie seine Kollegen faszinierte ihn vor allem die Anwesenheit der Römer in Vorarlberg. "Römer oder so" präsentiert aber nicht die gewohnten Fundstücke in den üblichen Vitrinen, sondern wird zur interaktiven, spielerisch erfahrbaren Ausstellung, die das übliche Bild der Römerzeit förmlich pulverisiert. Gestaltung: Ingrid Bertl.

"Katholischer Festgottesdienst" live aus dem Dom zu Gurk (9.30 Uhr)

Der Dom zu Gurk ist für Pilger aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum Ziel von Wallfahrten zur heiligen Hemma.

"Hemma - Eine Heilige" (10.15 Uhr)

Am 5. Jänner 1938, vor 75 Jahren, schrieb der Redemptoristenpater Josef Löw aus Rom ein Telegramm an den damaligen Kärntner Bischof Adam Hefter. Der Wortlaut der Nachricht: "Sancta Hemma orat pro Carintia" - "eine heilige Hemma betet für Kärnten". Damit war die bis dahin in Kärnten und in den angrenzenden Nachbarregionen verehrte Hemma von Gurk auch offiziell als Heilige anerkannt - 631 Jahre nach ihrer Seligsprechung. Der Überlieferung nach starb Hemma von Gurk im Jahr 1045. Das Datum ist nicht gesichert, man weiß überhaupt wenig -Wirklichkeit und Legende lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Hemma war zu ihrer Zeit wohl eine der reichsten und mächtigsten Frauen in Kärnten. Sie war mit Kaiser Heinrich II. verwandt und mit dem Grafen Wilhelm von Friesach verheiratet. Von ihren Ahnen und schließlich auch von ihrem Ehemann erbte sie reiche Besitzungen und wurde zur Klosterstifterin. In der Dokumentation von Waltraud Jäger erzählt Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz von der Bedeutung der Heiligen für die Diözese, deren Ursprung auf Hemma zurückgeht. Die Historikerin Dr. Christine Tropper hat in vielen Jahren in den Archiven von Diözese und Land nach Hemma von Gurk gesucht und erläutert ihren Weg von einer verehrten Frau bis zur Heiligen. Dom und Hemma-Grab in der Krypta, Segen, Brauch und Verehrung in Gurk und die kleine Ortschaft Gräbern, wo das Grab von Hemmas Ehemann verehrt wird, sind weitere Blickpunkte der Dokumentation.

"Kulturtipps" (10.40 Uhr)

Die "Kulturtipps" widmen sich diesmal unter anderem der bevorstehenden Premiere bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf, wo Nikolai Gogols Komödie "Der Revisor" gezeigt wird, berichten über das bevorstehende Kammermusikfest in Lockenhaus im Burgenland und führen in Norwegens Hauptstadt Oslo, wo zahlreiche Meisterwerke des vor 150 Jahren geborenen Maler-Genies Edvard Munch gezeigt werden.

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