Eigentumssteuern treffen klein- und mittelständische Unternehmen!

Studie der KMU Forschung Austria zeigt: Massive Auswirkungen auf den heimischen Betriebsstandort zu befürchten - Beispiel 17: Spedition in Ostösterreich

Wien (OTS/PWK461) - Neue Vermögens-bzw. Eigentumssteuern würden die heimischen Betriebe unabhängig von Gewinn oder Verlust direkt in der Substanz treffen und Standort und Arbeitsplätze gefährden. Zwei Drittel der Eigentumssteuern müssten dabei die Betriebe leisten. Das ist der Sukkus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria über die Auswirkungen einer Einführung der in Diskussion befindlichen Eigentums- und Vermögenssteuern.
Österreich liegt bereits jetzt im EU-Spitzenfeld bei der Steuer-und Abgabenlast. Um den heimischen Standort zu attraktivieren, gilt es, die Steuerlast zu vermindern, denn Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und neue Steuern sind kontraproduktiv für die weitere Entwicklung unseres Landes.

Vor diesem Hintergrund liefert die WKÖ Fakten auf Basis der Studie der KMU Forschung Austria zu den erwartbaren Auswirkungen von neuen Eigentums- und Vermögenssteuern auf Betriebe unterschiedlicher Größen und Sparten. Die Beispiele beruhen dabei auf Daten jener Betriebe, die sich in der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria befinden und spiegeln damit 1:1 die betriebliche Situation wider.

Spedition mit bis zu 31.500 Euro Vermögenssteuer betroffen

In Ostösterreich wäre ein mittelständisches Speditionsunternehmen von möglichen Eigentumssteuern betroffen. Der Betrieb beschäftigte im Durchschnitt im Jahr 2010 60 Personen. Der Jahresumsatz belief sich auf rd. Euro 6 Mio. und das Unternehmensergebnis (vor Ertragssteuern) betrug rd. Euro 0,5 Mio. Da es sich um eine Personengesellschaft handelt, sind die Unternehmer einkommenssteuerpflichtig. Die ESt. ist abhängig von der Höhe der entnommenen Gewinne. Im Jahr 2010 wies das Unternehmen ein Reinvermögen in der Höhe von rd. Euro 5 Mio. auf. Es befindet sich auch eine Immobilie im Betriebsvermögen.

Bei einem etwaigen Steuersatzes von 0,3 % und einem Freibetrag von Euro 1 Mio. ergäbe sich für den Spediteur eine jährliche Vermögenssteuer in Höhe von rd. Euro 12.000,-; bei einem Freibetrag von Euro 0,5 Mio. würde die Steuer etwa Euro 13.500,- betragen. Bei einem Steuersatz in Höhe 0,7 % würde die Vermögenssteuer je nach Freibetrag für diesen Betrieb zwischen rd. Euro 28.000,- und rd. Euro 31.500,- liegen. (US)

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