ORF-Programmschwerpunkt: Auch "Weltjournal" am 26. Juni im Zeichen des EU-Beitritts von Kroatien

Danach im "WELTjournal +": "Frauenhandel - Der Preis für Sex"

Wien (OTS) - Kroatien tritt am 1. Juli 2013 als 28. Mitglied der EU bei. Nach Berichten im ORF-Wirtschaftsmagazin "Eco" und im "Kulturmontag" zeigt das "Weltjournal" - präsentiert von Claudia Neuhauser - am Mittwoch, dem 26. Juni, um 22.30 Uhr in ORF 2 mit Patrick Hafners Reportage "Kroatien - Europas nächstes Sorgenkind", welchen Wandel sich die Menschen in Kroatien durch den EU-Beitritt erwarten und was ihre Befürchtungen sind. Ö1 mit einem umfassenden Schwerpunkt, ORF III mit "Inside Brüssel" sowie die aktuelle Information in ORF eins und ORF 2 sowie ORF.at und ORF TELETEXT berichten ebenfalls über die Erweiterung der EU.

Um 23.00 Uhr folgt im "WELTjournal +" Mimi Tschakarovas Dokumentation "Frauenhandel - Der Preis für Sex": Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus im Jahr 1989 wanderten Millionen Menschen aus Osteuropa aus. Sie waren auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und einem besseren Leben. Doch ihre Träume und Hoffnungen wurden vielen jungen Frauen zum Verhängnis. Anstatt der versprochenen Jobs als Kellnerinnen oder Kindermädchen wurden Hunderttausende osteuropäische Frauen in der ganzen Welt in die Prostitution verkauft.

"Weltjournal: Kroatien - Europas nächstes Sorgenkind" um 22.30 Uhr

Es ist das 28. Land, das der Europäischen Union beitritt, doch darüber will keine große Freude aufkommen - weder in Kroatien noch in der EU. Die Union bekommt ein weiteres Mitglied, dessen Wirtschaft sich dahinschleppt, und Kroatien ist auf den Konkurrenzdruck in einem gemeinsamen Markt nur mäßig vorbereitet. Neben dem Fischfang und der Landwirtschaft gibt es nur den Tourismus, der gute Einnahmen erzielt. Die ehemaligen Staatsbetriebe sind schwerfällig, und die ausufernde Bürokratie bremst dynamische junge Unternehmer. Die Schiffswerften, einst traditionelles Herzstück der kroatischen Schwerindustrie, sind auf Drängen Brüssels privatisiert worden. Zum Nachteil für die vielen Beschäftigten. Bereits jetzt liegt die Arbeitslosenquote bei 20 Prozent und die Aussichten sind nicht gut: Der Staat wird in den kommenden Jahren Zehntausende Beamte entlassen müssen.

Dieses "Weltjournal" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Donnerstag, dem 27. Juni, um 21.55 Uhr auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

Ö1-Kroatienschwerpunkt vom 18. Juni bis 6. Juli

Ö1 nimmt den EU-Beitritt Kroatiens zum Anlass für einen Schwerpunkt mit rund 20 Sendungen bis 6. Juli. Das inhaltliche Spektrum reicht von "Gedanken für den Tag" des Dichters Tin Ujevic (noch bis 29. Juni, jeweils um 6.56 Uhr) über "Moment am Sonntag" (Sonntag, 30. Juni, 18.15 Uhr) mit dem Titel "Auf dem Weg - Familienbesuche in Kroatien" bis zu einer Reise in ein Land zwischen Zukunftsangst und Vergangenheitsbeschwörung in den "Hörbildern" (Samstag, 6. Juli, 9.05 Uhr).
Nähere Informationen zum Programmschwerpunkt Kroatien sind unter oe1.ORF.at/kroatien abrufbar.

"Inside Brüssel" am 27. Juni in ORF III Kultur und Information

Anlässlich des bevorstehenden EU-Beitritts Kroatiens diskutieren am Donnerstag, dem 27. Juni, in "Inside Brüssel" um 20.15 Uhr in ORF III unter der Leitung von Korrespondentenchef Roland Adrowitzer der Außenpolitikexperte Stefan Lehne, die Journalistin Ruth Berschens vom "Handelsblatt", Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, und Alen Legovic von der kroatischen Zeitung "Vijenac".

"WELTjournal +: Frauenhandel - Der Preis für Sex" um 23.00 Uhr

Die Filmemacherin Mimi Tschakarova stammt selbst aus Bulgarien und wanderte 1990 in die USA aus. Sie hat Frauen gefunden, die bereit waren, ihre Geschichte vor der Kamera zu erzählen. Tschakarova dokumentiert ihre Schicksale beginnend in den abgelegenen Dörfern ihrer Heimat, in denen es kaum Zukunftsperspektiven für junge Menschen gibt. Den Routen der Menschenhändler folgend begibt sie sich in Zielländer wie die Türkei und Dubai. Dabei dringt sie immer tiefer in die Machenschaften eines Geschäfts ein, das von Gewalt, Macht und Ausbeutung bestimmt ist.

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