Das Wort "Betreuung" aus dem Wortschatz streichen

Ferien sollen Freiraum sein und andere Beziehungsformen als der Schulalltag ermöglichen, meint Rudolf Luftensteiner, Schulreferatsleiter der Ordensgemeinschaften Österreich.

Wien (OTS) - Das Wort "Betreuung" sollte aus dem Wortschatz gestrichen werden. Für einen völlig neuen Zugang zu Kindern, Jugendlichen, aber auch pflegebedürftigen Personen plädiert Rudolf Luftensteiner, Leiter des Schulreferats der Ordensgemeinschaften und Geschäftsführer der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs. "Ein Heizungstechniker betreut die Heizungsanlage einer Schule", sagt Rudolf Luftensteiner. "Aber Menschen sollten nicht 'betreut' werden. 'Betreuung' ist ein sehr einseitiger Begriff. Er klingt nach Unfreiheit und Abhängigkeit. Das Wort 'Betreuung' wird oft zu technisch verwendet und schließt Autonomie und Freiheit dadurch aus. Junge Menschen sind keine Autos, die geparkt und serviciert werden müssen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, in Freiheit in verlässliche Beziehungen einzusteigen. Unsere Aufgabe ist es, Beziehungsräume zu schaffen, Orte, an denen Beziehungen gelebt werden können. Und zwar Beziehungen, die das Leben fördern. Dass wir keinen anderen Begriff für Ferienbetreuung oder Nachmittagsbetreuung haben, ist ein Armutszeugnis. Es geht nicht um Aufsicht. Wir brauchen Konzepte, die Beziehungen gelingen lassen."

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