Schwentner: Im Bundesdienst immer noch weniger Chefinnen als im EU-Schnitt

Grüne: EU-Quote für börsennotierte Unternehmen in Österreich vorziehen

Wien (OTS) - "Es ist sehr erfreulich, dass der Frauenanteil im Bundesdienst steigt. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass Quoten wirken. Von Halbe-Halbe ist allerdings auch der öffentliche Dienst immer noch weit entfernt. Beim Frauenanteil in den Spitzenpositionen liegt Österreich deutlich unter dem EU-Schnitt", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Beim heutigen Ministerrat wurde der Bundes-Gleichbehandlungsbericht präsentiert. Während in Österreich nur knapp jede vierte Top-Position in der öffentlichen Verwaltung eine Frau ist, ist es im Durchschnitt der EU-27 mit 29 Prozent fast jede Dritte.

"Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek darf sich jetzt nicht auf Erfolgen im Bundesdienst ausruhen, sondern muss auch die Privatwirtschaft in die Pflicht nehmen. Erfolge mit der Quote im Bundesdienst dürfen nicht als Rechtfertigung für fehlende Hartnäckigkeit bei den Verhandlungen mit der Privatwirtschaft herhalten", sagt Schwentner. Vor allem bei der Wirtschaftsförderung und auch bei der öffentlichen Auftragsvergabe muss die betriebliche Frauenförderung eine größere Rolle spielen. Ohne Quoten wird es jedenfalls auch in der Privatwirtschaft nicht gehen. "Österreich könnte die geplante EU-Richtlinie vorzeitig umsetzen und anderen EU-Ländern mit einer Quote für börsennotierte Unternehmen folgen. Dann würde es auch in der Privatwirtschaft endlich einen starken Aufwärtstrend für mehr Frauen in Führungspositionen geben", sagt Schwentner.

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