FPÖ-Obermayr: Europäischer Saatgutmarkt zunehmend von Monopolen beherrscht!

Kommission stellt Fehlentwicklungen in Abrede

Wien (OTS) - "Die Realitätsverweigerung der EU-Kommission nimmt beizeiten erstaunliche Ausmaße an", berichtet der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. "So meint Kommissar Tonio Borg in einer Anfragebeantwortung zum Thema geplante Neuregelung des europäischen Saatgutmarktes: 'Der Kommission liegen keine Daten vor, die darauf schließen lassen würden, dass der EU-Markt von multinationalen
Saatgutunternehmen beherrscht wird. So ergeben die vorliegenden Daten, dass der Saatgutmarkt in der EU zum größten Teil aus Mikrounternehmen sowie KMU besteht'."

"Das klingt beruhigend", meint Obermayr. "Nur leider entspricht es nicht der Wirklichkeit. Konzerne wie Monsanto kaufen seit Jahren kleinere und mittlere Saatgut- und Zuchtbetriebe auf. Teilweise besitzen sie bereits die Rechte für über 50 Prozent bestimmter europäischer Gemüsesorten (z. B. Karfiol). Vor dieser Machtkonzentration warnt sehr eindringlich auch der Weltlandwirtschaftsrat IAASTD. Auch dort ist von Sortenverarmung und möglichen Saatgut-Wucherpreisen die Rede. Die Kommission sieht diese Gefahr nicht, da sie bereits die fortgesetzte Monopolisierung in Abrede stellt", so Obermayr abschließend.

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