StR Ludwig: Leistbarkeit des Wohnens stand 2012 verstärkt im Fokus

Neben der Umsetzung der Wiener Wohnbauinitiative bildete das neue SMART-Wohnbauprogramm einen zentralen Schwerpunkt.

Wien (OTS) - "Die von der Stadt Wien angekurbelte Neubau- und Sanierungsoffensive hat wieder einen wichtigen Beitrag zum leistbaren Wohnen und zur Sicherung mehrerer tausend Arbeitsplätze geleistet. So wurden im Jahr 2012 allein im Bereich des Neubaus rund 320 Mio. Euro an Förderungsdarlehen zugesichert, womit die Neuerrichtung von rund 8.000 Wohneinheiten finanziert werden konnte", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig gestern, Montag, bei der Rechnungsabschlussdebatte im Wiener Gemeinderat fest.
Schwerpunkte im Wohnungsneubau wurden hierbei vor allem in aspern Seestadt mit rund 3.000 Wohneinheiten im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative 2011 und des geförderten Wohnbaus, im Umfeld des neuen Hauptbahnhofes im Sonnwendviertel mit rund 920 geförderten Wohneinheiten und 340 Wohneinheiten anlässlich der Wohnbauinitiative sowie in der Lorenz-Reiter-Straße mit 470 Wohneinheiten gesetzt. ****

Gerade in Zeiten weltweit schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zeigt sich die Kernfunktion der Wohnbauförderung für eine leistbare und qualitätsvolle Wohnversorgung der Bevölkerung sehr deutlich. Ohne Wohnbauförderung und den damit verbundenen Kostendeckelungen für die Errichtung und Miete wären die Kosten für die BewohnerInnen um rund ein Drittel höher.
In Wien steht der geförderte Wohnbau für mehr als "nur" den Bau von Wohnungen. Wichtigste Zielsetzung ist, ein breites, leistbares und hochqualitatives Wohnungsangebot zu schaffen, das den gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedürfnissen der Menschen bestmöglich gerecht wird. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums, zunehmend vielfältiger werdender individueller Ansprüche an das Wohnen sowie der Stagnation vieler Haushaltseinkommen ist der Faktor des besonders preisgünstigen Wohnens verstärkt in den Mittelpunkt gerückt.
2012 wurden daher bereits bei den Ausschreibungsunterlagen für Bauträgerwettbewerbe verbindliche Kostenobergrenzen für die NutzerInnen eingeführt. Durch das SMART-Wohnbauprogramm werden der Wiener Bevölkerung bereits in naher Zukunft geförderte Wohnungen zur Verfügung stehen, die preislich mit Gemeindewohnungen - den günstigsten Wohnungen am Wiener Wohnungsmarkt - vergleichbar sind.

"Durch die Neubauförderung - darunter bereits rund 600 Wohnungen des neuen SMART-Wohnbauprogramms sowie die Beurteilung von Projekten der Wohnbauinitiative wurde 2012 neuer Wohnraum für etwa 20.000 WienerInnen auf Schiene gesetzt, in Bau sind derzeit rund 14.500 preisgünstige Wohneinheiten", zog Wohnbaustadtrat Michael Ludwig positives Resümee.

SMART Wohnen

Komplett, kompakt und kostengünstig: SMART-Wohnungen stellen ein wichtiges zeitgemäßes Segment im geförderten Wohnbau dar. Bei SMART-Wohnungen steht eine hohe Alltagstauglichkeit bei gleichzeitig sehr günstigen Eigenmitteln und Mieten im Vordergrund. Die Bruttomiete von SMART-Wohnungen ist mit 7,50 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Und auch die Eigenmittel sind mit maximal 60 Euro je Quadratmeter vorgeschrieben.
Ein Drittel der geförderten Wohnungen werden ab 2013 im SMART-Standard errichtet, wobei SMART-Wohnungen in geförderte Wiener Neubauten integriert werden.
2012 wurden bereits zwei Bauträgerwettbewerbe für geförderte Wohnprojekte durchgeführt, die SMART-Wohnungen bieten werden. So entstehen im Favoritner Sonnwendviertel beim neuen Hauptbahnhof 316 und in der Simmeringer Lorenz-Reiter-Straße 250 SMART-Wohnungen. Mit den 2012 und 2013 jurierten geförderten Wohnprojekten werden mehr als 2.300 neue SMART-Wohnungen vor ihrer Realisierung stehen.

Bau von zusätzlich mehr als 3.000 Wohnungen auf Schiene gesetzt

Mit der Wohnbauinitiative 2011 hat die Stadt Wien ein zusätzliches, den geförderten Wohnbau ergänzendes Neubauprogramm ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine besondere Variante des frei finanzierten Wohnbaus, mit ähnlich vorteilhaften Konditionen für die MieterInnen wie sie der geförderte Wiener Wohnbau bietet.
Im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative werden 6.250 neue kostengünstige Wohnungen -geschaffen. Zu den allerersten Projekten der Wohnbauinitiative, die errichtet werden, zählen die Vorhaben in aspern Die Seestadt Wiens. Der Baubeginn der Projekte mit insgesamt rund 1.600 Wohnungen fand bereits im Juni 2013 statt.

Geförderte Sanierungen auf Rekordniveau

Die Stadt Wien stellt für die Wohnhaus-Sanierung jährlich beträchtliche Fördermittel zur Verfügung. In der großvolumigen Wohnhaussanierung wurde 2012 das Rekordbudget von 375 Millionen Euro zugesichert. So konnten 2012 die Sanierungsarbeiten bei 206 Objekten mit 10.458 Wohneinheiten abgeschlossen werden.
220 Projekte mit insgesamt 13.120 Wohneinheiten erhielten eine Förderungszusicherung. Die Förderung von thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen (Thewosan) mit einem Förderungsvolumen von 80 Mio. Euro für Gebäude mit rund 8.500 Wohneinheiten hat hierbei einen neuen Höhepunkt erreicht.
"Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 720 Mio. Euro befanden sich in geförderter Sanierung. Damit konnte der Rekordwert von 2011 mit 700 Mio. Euro Gesamtinvestitionsvolumen weiter gesteigert werden", hielt Ludwig fest.
Sanierungen haben hohe konjunkturelle und beschäftigungspolitische Effekte. Das hat zur Folge, dass vor allem kleine und mittlere Unternehme mit Aufträgen versorgt und zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden. Über die Investitionen und Förderungen der Stadt Wien werden im Rahmen der "Sanften Stadterneuerung" ganze Grätzel aufgewertet und lebenswerter gestaltet. Darüber hinaus wird durch die Steigerung der Energieeffizienz eine deutliche finanzielle Entlastung der BewohnerInnen erreicht und der Klima- und Umweltschutz verbessert.

Neues Kompetenzzentrum für den sozialen und geförderten Wohnbau

Europas größte Hausverwaltung Stadt Wien - Wiener Wohnen bietet rund 500.000 BewohnerInnen leistbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum. Um das Service für die MieterInnen weiter zu steigern, wird sich die Hausverwaltung Wiener Wohnen Ende 2014 in einem neuen zentralen KundInnenservicezentrum in der Guglgasse bei den Gasometern einmieten. Mit dem neuen Kundenservicezentrum wird zukünftig ein neuer Meilenstein für eine verstärkte Zufriedenheit der BewohnerInnen gesetzt. Durch die Zentralisierung an einem Standort kommt es zu verbesserten Arbeitsabläufen. Kundenfreundliche Öffnungszeiten werden es den MieterInnen noch leichter machen, mit Wiener Wohnen in Kontakt zu kommen.
Neben Wiener Wohnen werden auch die zentralen Dienste der Tochterunternehmen von Wiener Wohnen, die Kundenservice GmbH und die Haus- und Außenbetreuung GmbH, einziehen. Außerdem siedeln sich auch das Wohnservice Wien und wohnpartner, die MA 6 -Buchhaltungsabteilung und die MA 50 - Gruppe Soziale Wohnungsvergabe - Wohnungskommission in der Guglgasse an. Insgesamt werden rund 1.000 MitarbeiterInnen an den neuen Standort übersiedeln.
"Mit der Bündelung der Kräfte wird an einem Standort ein Kompetenzzentrum für den geförderten Wiener Wohnbau geschaffen. Innerhalb eines Gebäudes werden die Verantwortlichkeiten zum Thema gefördertes Wohnen und sozialer Wohnbau konzentriert, aber auch Synergien mit dem sich in direkter Nachbarschaft befindlichen ,Wiener Wohnen Willkommensservice' geschaffen", betonte der Wiener Wohnbaustadtrat.

Unterstützung beim Wohnaufwand

Last but not least: 87,5 Mio. Euro wurden im Rahmen von Subjektförderungsmaßnahmen für die direkte finanzielle Unterstützung von BewohnerInnen - davon 71,2 Mio. Euro für Wohnbeihilfe, 16,3 Mio. Euro für die Gewährung von Eigenmittelersatzdarlehen - ausgegeben. (Schluss) da

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Christiane Daxböck
Mediensprecherin Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01/4000-81869
christiane.daxboeck@wien.gv.at

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