Sorgt Nashorn-Baby NALA im Zoo Schmiding für Tierquälerei?

EndZOO fordert Einhaltung des Tierschutzgesetzes

Krenglbach (OTS) - Österreichs "erstes Nashornbaby" und "zoologische Sensation" sorgt bei der Tierschutzorganisation ENDZOO-Österreich für scharfe und berechtigte Kritik an der Zooleitung und den Tierschutz-Kontrollbehörden. ENDZOO spricht sogar von einem "brutalen Akt der Tierquälerei".

Hintergrund: Seit 16.04.2013 darf das Nashornbaby NALA mit seiner Mutter NIKI die "großflächige Außenanlage" erkunden. Die Außenanlage gehört aber den Geparden, die aus diesem Grund nun ihr Dasein ohne ausreichende Bewegung - meist im Innengehege - fristen müssen.

Fehlplanung der Nashornanlage

"Weil es der Zoo beim Bau der Nashornanlage offenbar unterlassen hat ein Absperrgehege zu integrieren, müssen die Geparde für unbestimmte Zeit mit einer erheblichen Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit leben", stellt ENDZOO kritisch fest.

"Geparden sind tagaktiv und brauchen viel Bewegungsfreiraum. In Freiheit erreichen die Tiere bei der Jagd eine Geschwindigkeit von über 100 km/h. Eine langfristige, beengte Haltung, wie dies in Schmiding der Fall ist, ist somit als extreme Tierquälerei zu bewerten, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht.
Hier besteht eindeutig ein Mangel bezüglich den Vorschriften der Tierhaltungsverordnung und ein klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Der Verein ENDZOO fordert somit die Zooleitung und Veterinärbehörde auf, diese massiven Einschränkungen des Bewegungsbedarfs der Geparde sofort abzustellen.

"Jeder Zoobesucher, der wegen Nashornbaby NALA nach Krenglbach kommt und Eintritt bezahlt, unterstützt im Umkehrschluss eine nicht tierschutzkonforme Gepardenhaltung", so ENDZOO abschließend.

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