AnwohnerInnenparken: Positive Bilanz des Pilotversuchs im 6., 7. und 8. Bezirk

Plätze werden gut angenommen - Weitere Umsetzung in den Parkpickerl-Bezirken möglich

Wien (OTS) - Die Maßnahme der AnwohnerInnen-Parkplätze wird von den AnwohnerInnen gut angenommen und stellt offensichtlich eine wirksame Erleichterung der Parkplatzsituation für die AnwohnerInnen dar. Das hat ein einjähriger Pilotversuch ergeben, der in Teilen der Bezirke 6, 7 und 8 durchgeführt worden ist. Nicht-berechtigte Fahrzeuge waren nur in sehr geringem Ausmaß auf diesen Plätzen abgestellt. "Die Maßnahme der für AnwohnerInnen reservierten Parkplätze bewährt sich dort, wo trotz vorhandener Parkraumbewirtschaftung hoher Parkplatzdruck herrscht. Sie schafft für die AnwohnerInnen Abhilfe und verringert den Parkdruck für die GrätzlbewohnerInnen", fasst Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou die Ergebnisse des Pilotversuchs zusammen. "Gleichzeitig verdoppeln wir den Anteil der pro Gebiet zulässigen reservierten Parkplätze für AnwohnerInnen von derzeit 10 Prozent auf 20 Prozent."

Die Voraussetzungen

Die Verordnung von AnwohnerInnenparkplätzen hat sich im Pilotversuch rund um so genannte "Hotspots" bewährt (Theater, Veranstaltungsstätten, ...). Maximal können 20 Prozent der vorhandenen Parkplätze für BewohnerInnen in einem definiertem Gebiet "reserviert" werden.

Da das Abstellen von Fahrzeugen nur mit gültigem "Parkkleber" (BewohnerInnen-Parkpickerl) des jeweiligen Bezirkes möglich ist, beschränken sich die Einsatzgebiete auf parkraumbewirtschaftetes Gebiet.

Ein weiteres Kriterium ist die Parkplatzauslastung im jeweiligen Gebiet. Bei einer Parkplatzauslastung von 90 Prozent und darüber ist die Schaffung von AnwohnerIn-nenparkplätzen möglich.
Fahrzeuge, die mit einem Behindertenausweis gemäß § 29b StVO gekennzeichnet sind, dürfen ebenso in diesen Halte- und Parkverbotszonen abgestellt werden.

Weitere Vorgangsweise

Jetzt können die Bezirksvorstehungen bzw. die Bezirksvertretungen aktiv werden und jene Gebiete vorschlagen, in denen AnwohnerInnenparkplätze verordnet werden sollen. Dazu muss von den Bezirken eine Stellplatzerhebung und Erfassung der Stellplatzauslastung des Gebietes vorgelegt werden. Die Behörde prüft anschließend, ob die Voraussetzungen zur Schaffung von AnwohnerInnenparkplätze erfüllt sind.

Bei positivem Prüfergebnis durch die Behörde können im Rahmen von Verkehrsverhandlungen AnwohnerInnenparkplätze verordnet werden (vorbehaltlich der möglichen Einsprüche der TeilnehmerInnen der Verkehrsverhandlung). Die Finanzierung liegt aufgrund der Stadtverfassung bei den Bezirken. Die Kosten für die notwendigen Verkehrszeichen im Rahmen des Pilotversuchs lagen bei 200 - 300 Euro pro Stellplatz in Abhängigkeit der Länge der jeweiligen Zone.

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