Automobilimporteure: Aussagen des VCÖ sind einmal mehr zu hinterfragen

Die österreichische Automobilwirtschaft erlaubt sich, die kürzlich vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) veröffentlichten Pressemeldungen wie folgt zu ergänzen bzw. richtigzustellen:

Wien (OTS) - In der Aussendung vom 18.6.2013 betreffend der verstärkten Wärmeentwicklung durch asphaltierte Flächen erweckt der VCÖ durch die Wortwahl den Eindruck, dass dafür ausschließlich Fahrbahnteile verantwortlich sind, die dem Autoverkehr bzw. als Parkfläche für PKW dienen. Es dürfte der Aufmerksamkeit des VCÖ entgangen sein, dass selbstverständlich auch Radwege, städtische Gleiskörper, Gehsteige und Fußgängerzonen asphaltiert oder mit Steinbelag versehen sind und die gleichwertige Wärmeentwicklung durch Sonneneinstrahlung aufweisen. Überlandstraßen sind aufgrund ihrer im Verhältnis zur Umgebung jeweils geringen Ausdehnung vernachlässigbar, dienen jedoch durch ihre bauliche Ausführung als Damm zugleich vielfach dem Hochwasserschutz in Österreich - und verstärken in keiner Weise die Überschwemmungsgefahr, wie vom VCÖ erklärt.

In einer ähnlich konstruiert anmutenden Argumentation wie der in der Presseaussendung des VCÖ würden durch Autos verparkte Flächen ja helfen, die Hitzeentwicklung einzudämmen, weil die Sonne so nicht zum Asphalt durchdringen kann - oder wären weiße Autos in dieser Hinsicht umweltfreundlicher, weil sie sich durch die Reflexionseigenschaften der hellen Farbe weniger aufheizen. Statt einseitiger und vereinfachender Argumentationsketten legt der Verband der Automobilimporteure jedoch Wert auf eine seriöse und umfassende Information.

Ebenso erlaubt sich die österreichische Automobilwirtschaft darauf hinzuweisen, dass der Wissensstand des VCÖ betreffend des Mehrverbrauchs durch Klimaanlagen in Autos offenbar nicht zeitgemäß ist. Der in der Pressemeldung vom 21.6.2013 angegebene, angeblich bis zu 1,5 Liter erhöhte Verbrauch ist schon lange nicht mehr zutreffend - moderne Fahrzeuge benötigen mit eingeschalteter Klimaanlage je nach Motorleistung höchstens 0,5 Liter mehr Treibstoff. Der geringe Mehrverbrauch ist jedoch gegenüber dem Sicherheitsaspekt - der hier vom VCÖ unverständlicherweise nicht erwähnt wird - vernachlässigbar. Ab 25 Grad Temperatur sinken Aufmerksamkeit, Leistungsfähigkeit und Reaktionszeit der Menschen überproportional - eine Klimaanlage ist also neben dem Komfort ein unverzichtbares Sicherheits-Feature im Auto, dass Verkehrsunfälle vermeiden hilft.

Auf eine maßvolle Justierung der Klimaanlagen sollte aber geachtet werden, um Erkältungskrankheiten oder Temperaturschocks beim Aussteigen zu vermeiden - mit etwa 22 bis 24 Grad Innentemperatur ist der Kühlungseffekt im Vergleich zur Außentemperatur ausreichend und sicher.

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Arbeitskreis der Automobilimporteure
Dr. Christian Pesau
Geschäftsführer
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