Erstes Wiener Gemeindespital feiert 100-Jähriges

Stadträtin Wehsely lobt moderne Gesundheitsversorgung

Wien (OTS) - 100 Jahre Krankenhaus Hietzing sind auch 100 Jahre Einsatz der Stadt Wien für die Kranken und Schwachen. Im Rahmen der heutigen Festveranstaltung gratulierten Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, Bezirksvorsteher Heinrich Gerstbach und KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold gemeinsam mit vielen anderen Gästen.

Großer Einsatz seit 100 Jahren

Als im Mai 1913 das Kaiser-Jubiläums-Spital, später Lainz, heute Krankenhaus Hietzing eröffnet wurde, verfügte das erste Gemeindespital der Stadt Wien bereits über 991 Krankenbetten. Heute stehen rund 1.100 Betten in 20 Abteilungen zur Verfügung. Über 3.040 MitarbeiterInnen versorgen mehr als 54.000 stationäre PatientInnen, jährlich werden rund 570.000 Personen ambulant behandelt. "Team- und Innovationsgeist sowie fach- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit sind hier überall spürbar", sagt Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely. "Ich will eine moderne und gleichzeitig finanzierbare Gesundheitsversorgung in öffentlicher Hand. Mit dem Krankenhaus Hietzing als eine von künftig sieben zentralen Spitalsorganisationen wird dies in Wien auch in Zukunft möglich sein."

Wiener Spitalskonzept 2030

Um die bestmögliche Gesundheitsversorgung sicherzustellen, wurde das Wiener Spitalskonzept 2030 entwickelt. Sieben Schwerpunktspitäler übernehmen dann gut aufeinander abgestimmt und einander ergänzend die Versorgung der PatientInnen. "Das Krankenhaus Hietzing orientiert sich dabei an den Bedürfnissen einer immer älter werdenden Gesellschaft: Es wird zu einer hochmodernen Klinik mit den Schwerpunkten Schlaganfall, Diabetes, Rheuma und Orthopädie", erläutert KAV-Generaldirektor Marhold. Auch das neue Konzept der Erstversorgung wurde in Hietzing bereits im Herbst vergangenen Jahres eingeführt: PatientInnen mit akuten Beschwerden werden in der Erstversorgung zentral und fächerübergreifend behandelt. Das Innovative daran: Die FachärztInnen kommen zu den PatientInnen, damit verkürzen sich Wartezeiten und Ambulanzen werden entlastet.

Hietzing in der Kritik

Mit den Worten "100 Jahre Geschichte sind auch 100 Jahre Verantwortung" mahnt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely die Gräuel der NS-Zeit, die auch vor den Toren des Krankenhauses nicht Halt machten, niemals zu vergessen. "Es ist die Pflicht von PolitikerInnen nicht nur das Gute zu feiern, sondern auch das Schlechte zu erinnern und seine Lehren daraus zu ziehen." Lainz war damals nicht das Zentrum der NSDAP-Medizin, dennoch wurden auch hier jüdische MitarbeiterInnen entlassen und später Zwangssterilisationen durchgeführt. Die Aufarbeitung der Nazizeit ist den Verantwortlichen in Hietzing ein großes Anliegen. Ein komplett anderes, wenn auch ebenso erschütterndes Thema in Lainz waren die Morde der diplomierten Krankenschwester und der drei Stationsgehilfinnen an den ihnen anvertrauten wehrlosen und alten PatientInnen in den 80er Jahren. Diese schrecklichen Verbrechen lösten aber auch eine Reihe an Reformen aus, durch die das Krankenhaus Hietzing das Vertrauen der WienerInnen schließlich wieder zurückgewinnen konnte.

Gute Lehre ist der bessere Weg zur besten Versorgung

Um den medizinisch-technologischen Fortschritt umzusetzen, braucht es gut ausgebildete MitarbeiterInnen. Das Krankenhaus Hietzing ist sowohl Lehrkrankenhaus der Fachhochschule Campus Wien als auch der Medizinischen Universität Wien. "Im vergangenen Jahr haben wir 87 TurnusärztInnen zur Ärztin bzw. zum Arzt für Allgemeinmedizin ausgebildet, 91 ÄrztInnen befanden sich in der Facharztausbildung", so die Ärztliche Direktorin Brigitte Ettl. Zudem absolvierten im Pflegebereich 2012 rund 430 SchülerInnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen im Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel ihre praktische Ausbildung. "Den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden, ist ein großes Ziel", betont Pflegedirektorin Astrid Engelbrecht, "in unserem Haus setzen wir auf Pflegeberatung, die für die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität sorgt."

Zu dieser Meldung stehen Ihnen in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder Fotos zur Verfügung.

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Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
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Mobil: 0664/60950 70054
E-Mail: cornelia.lindner@wienkav.at

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