Bayr verurteilt Berlakovichs Ablehnung, Agrotreibstoffe auf fünf Prozent zu beschränken

Umweltminister vertritt die Interessen des Bauernbundes

Wien (OTS/SK) - "Einer APA Meldung ist zu entnehmen, dass sich Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich, vertreten durch einen Mitarbeiter der Ständigen Vertretung, im gestrigen EU-Umweltausschuss erneut gegen eine Beschränkung der Agrotreibstoffe auf fünf Prozent ausgesprochen hat. Diese Haltung ist nach wie vor inakzeptabel, weil sie die Fakten verkennt", zeigt sich Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, verärgert. Im EU-Umweltministerrat wurde die mehrfach geforderte Begrenzung von Agrodiesel und Agroethanol auf fünf Prozent bis zum Jahr 2020 diskutiert. ****

Österreich mengt schon jetzt mehr als fünf Prozent bei, "obwohl schon lange bekannt ist, dass Agro-Treibstoffe schlechtere CO2 Bilanzen als fossile Brennstoffe haben und nur fälschlicherweise als grünes Wundermittel vermarktet werden. Eigentlich handelt es sich um reine Klientelpolitik gegenüber dem Bauerbund und dem Raiffeisen Konzern, die um die Auslastung ihres Werkes in Pischelsdorf, im Burgenland fürchtet" stellt Bayr klar. Priorität ist offenbar, dass bestehende Investitionen nicht gefährdet werden sollen."

"Agro-Treibstoffe heizen den weltweiten Hunger an", ist Bayr überzeugt. Die "Teller statt Tank"-Debatte hat bereits im vergangen Herbst zur späten Einsicht des Ministers gesorgt und das 10 Prozent Beimischungsziel in Österreich verhindert. Ein nächster Schritt sei nun, die Indirekten Landnutzungsänderung (iLUC) der Agrotreibstoffproduktion in den Ländern des globalen Südens zu berücksichtigen. Dann werde man schnell erkennen, dass Agrotreibstoffe kein Allheilmittel für den Klimaschutz sind betont Bayr und fordert " Wir brauchen alternative Verkehrskonzepte und keine Vogel-Strauß-Politik". (Schluss) mis/mp

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