Bundeskanzler Faymann: Gemeinsam für ein starkes, faires und soziales Europa

Kanzler bei der Eröffnung des ÖGB-Bundeskongresss im Wiener Austria-Center

Wien (OTS) - "Solange es Millionen Arbeitslose in Europa gibt, wäre es zynisch zu sagen, die Krise ist vorbei. Die Chancenlosigkeit von rund fünf Millionen Jugendlichen ist keine gute Basis für ein freies und noch weniger für ein faires Europa. Wir müssen daher den Gedanken der Solidarität, das gemeinsame Eintreten für ein menschenwürdiges Leben mehr denn je stärken", sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei seiner Begrüßungsrede beim ÖGB-Kongress in Wien. "Denn nur, wenn die Menschen das Gefühl haben, sie haben eine Chance, sie werden fair behandelt und können von ihrer Arbeit auch leben, sind sie eine starke Basis für ein friedliches Europa."

"Ich bin stolz, Bundeskanzler in einem Land zu sein, in dem die Sozialpartner viel dazu beigetragen habe, dass wir mit der geringsten Arbeitslosigkeit und ebenso mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa dastehen. Wir haben uns in der Krise nicht versteckt, wir haben die Ärmel aufgekrempelt und in Beschäftigung, Bildung, Forschung und Entwicklung investiert. Wir haben die Ausbildungsgarantie eingeführt und mit Kurzarbeit die schlimmsten Zeiten überbrückt. Wir haben der Krise entgegen gehalten, das ist Aufgabe der Regierung", so Faymann weiter.

Freilich habe die Finanzmarktkrise auch Österreich getroffen und Banken mussten gerettet werden. "Aber es kann nicht sein, dass die Steuerzahler allein die Suppe auslöffeln müssen. Wir haben daher die Bankenabgabe eingeführt und ich möchte, dass dies in der nächsten Legislaturperiode fortgesetzt wird. Der Finanzsektor muss seinen Beitrag leisten. Das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler brauchen wir dafür, um in Bildung, Forschung und Entwicklung investieren zu können und ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten", sagte der Kanzler. "Solidarität heißt, dass wir gemeinsam verantwortlich für soziale Sicherheit, ein funktionierendes Gesundheitssystem und bestmögliche Bildung sind. Das ist wichtig für uns alle und für die Chancen der nächsten Generationen. Dafür brauchen wir die gute Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und einen respektvollen Umgang miteinander."

Bundeskanzler Faymann zeigte auch Sympathie für die Forderung der Gewerkschaft, den Zugang zu einer sechste Urlaubswoche mehr Menschen zugänglich zu machen.

Für viele europäische Regierungschefs sei Österreich Vorbild, betonte Faymann, sowohl bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wie beim Kampf gegen die Armut. "Den Reichtum einer Gesellschaft kann man darin messen, wie sie mit den Schwächsten umgeht. In diesem Sinn müssen wir gemeinsam für ein starkes, faires und soziales Europa eintreten", schloss der Bundeskanzler.

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