Bundesjugendvertretung zu Familienbeihilfe: Inflationsanpassung längst überfällig!

Die BJV begrüßt die Stoßrichtung des Familienpaketes, die Maßnahmen kommen allerdings zu spät.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) sieht die heute vorgestellten Pläne für ein neues Familienpaket der Regierung grundsätzlich positiv, kritisiert aber den Zeitpunkt: "Wir finden es schade, dass die Regierung fünf Jahre gebraucht hat, um sich auf diese Maßnahmen zu einigen und diese vor der Wahl nicht mehr umgesetzt werden können. Die Verbindlichkeit der Ankündigungen ist dadurch äußerst fraglich", so BJV-Vorsitzende Laura Schoch.

Insbesondere die notwendige Inflationsanpassung der Familienbeihilfe müsse festen Boden bekommen, denn diese ist seit 2001 ausständig:
"Durch die fehlende Anpassung entgehen den BezieherInnen bereits jetzt an die 500 Euro pro Jahr. Ändert sich daran nichts, liegt der Verlust bis 2018 bereits bei über 700 Euro", rechnet Schoch vor. Die BJV fordert daher, dass sich der Fokus des Familienpaketes auf nachhaltige Absicherung legt und die Inflationsanpassung umgehend umgesetzt wird: "Seit 2001 ist die Familienbeihilfe durch fehlende Indexanpassung real Jahr für Jahr gesunken. Die Regierung darf also keine Zeit mehr verstreichen lassen. Dass die Ankündigungen für eine Inflationsanpassung alle paar Monate weiter in die Ferne rücken, lässt uns daran zweifeln, dass diese Versprechungen überhaupt Bestand haben", kritisiert Schoch.

Abgesehen vom Zeitpunkt gehen viele Schritte, die heute vorgestellt wurden, für die BJV dennoch in eine richtige Richtung: "Gerade beim Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es schon lange Handlungsbedarf, vor allem müssen diese tatsächlich den Bedürfnissen der Eltern angepasst werden. Das heißt, es reicht nicht, wenn Einrichtungen nur am Vormittag geöffnet sind", erklärt Schoch. Auch eine Vereinfachung der Familienbeihilfe durch Reduzierung der Modelle ist für die BJV zu begrüßen. "Aber ein wichtiger Schritt, der nach wie vor fehlt, ist die Inflationsanpassung der Familienbeihilfe", betont Schoch abschließend.

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