- 18.06.2013, 12:27:31
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Kinderkampagne des Familienministers ist Augenauswischerei mit Steuergeld
Wien (OTS) - Kinder halten Österreich jung - das ist wichtig und
richtig. Für falsch hält es NEOS, 800.000 Euro für Werbekampagnen
auszugeben und gleichzeitig kaum Fortschritte beim Ausbau der
Kinderbetreuung vorzuweisen.
Die Geburtenrate liegt in Österreich seit vielen Jahren bei unter
1,4 Kindern je Frau. In skandinavischen Ländern oder auch in
Frankreich ist sie deutlich höher. Viele internationale Studien
zeigen, dass der Schlüssel zu mehr Kindern nicht in einer breit
angelegten Wohlfühlkampagne liegt, sondern im Bereitstellen von
qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung.
"Diese Kampagne ist eine Augenauswischerei, und zwar mit unserem
Steuergeld", ärgert sich Beate Meinl-Reisinger, stv. Vorsitzende von
NEOS und Spitzenkandidatin in Wien. "NEOS fordert 100 Millionen Euro
im Jahr in den Ausbau von Kinderbetreuung zu investieren." Die Mittel
hierfür könnten durch Umschichtung als Ergebnis einer umfassenden
Reform des Familienförderungsystems in Österreich freigemacht werden.
Nur 15 Millionen Euro pro Jahr gibt die Regierung derzeit für den
Ausbau von Kinderbetreuung aus. Nach Meinl-Reisinger: "Viel zu wenig,
worauf auch Experten immer wieder hinweisen". Gerade in Österreich
werde im Bereich der Familienförderung zu wenig für Realleistungen -
also für Kinderbetreuung - ausgegeben. Der Ausbau muss forciert
werden - in Punkto Quantität UND Qualität. So stehe Österreich beim
Betreuungsschlüssel (Anzahl der zu betreuenden Kindern je
Betreuungsperson) gerade bei Kleinkindern international sehr schlecht
da. Wenn in Schweden auf eine Betreuungsperson vier Kleinkinder
kommen, so sind es in Wien acht.
Doch die ÖVP, allen voran Familienminister Mitterlehner, schlägt
lieber einen teuren Steuerfreibetrag vor - Klientelpolitik pur im
Wahlkampf, kein Ansatz von evidenzbasierter Politik.
Wenn man Familien ernsthaft helfen und wirklich Mut zum Kind
machen wolle, dann müsse man Druck von ihnen nehmen. "Vor allem in
Hinblick auf den täglichen Spagat, den Eltern von Kindern jeden Tag
leisten, wäre die einzig richtige Maßnahme massiv in den Ausbau von
qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung zu investieren", so
Meinl-Reisinger abschließend.
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