WKÖ-Vizepräsidentin Schultz: Potential der unternehmensnahen Dienstleistungen fördern

WKÖ-Vizepräsidentin Schultz setzt sich in Brüsseler High Level Group für unternehmensbezogene Dienstleister ein

Wien (OTS/PWK422) - "Unternehmensbezogene Dienstleistungen schaffen Wachstum und Arbeitsplätze. Die High Level Group (HLG) on Business Services sollte sich nicht nur daran orientieren, bestehende Probleme zu lösen und Barrieren abzubauen. Wichtig ist eine strategische Zukunftsorientierung, um das Potential des Sektors insgesamt zu steigern, denn damit werden auch Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum anderer Sektoren gefördert und die gesamte Wirtschaft angekurbelt", forderte WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz anlässlich des zweiten Treffens der hochrangingen EU-Gruppe für Unternehmensdienstleistungen heute Dienstag in Brüssel. Diese Gruppe, bestehend aus 19 hochrangigen Wirtschafts-, Arbeitnehmer- und Wissenschaftsvertretern, erarbeitet im Auftrag der Europäischen Kommission bis Mai 2014 Politikempfehlungen zur Unterstützung unternehmensnaher Dienstleister. Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und des europäischen Dachverbandes der Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES, ist Mitglied dieser Gruppe.

Die unternehmensspezifischen Empfehlungen der HLG sollten sich verstärkt an der Europa 2020-Strategie und der Innovationsunion orientieren. "Über die Möglichkeiten für unternehmensbezogene Dienstleister, sich am EU-Förderprogramm Horizon 2020 zu beteiligen -zum Beispiel in den Bereichen Industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Soziale Herausforderungen -, muss Klarheit herrschen", erklärte Schultz. Die Beteiligung von Unternehmen insgesamt und von Dienstleistern, die für die Innovation in vielen Bereichen eine wichtige Rolle spielen, sei eine Voraussetzung für den Erfolg des neuen EU-Programms: "Ohne diese Beteiligung kann Horizon 2020 den erwarteten Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung, höherer Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität nicht leisten." Von besonderer Bedeutung seien dabei ausreichende Mittel für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU): Die vom Europäischen Parlament vorgeschlagenen 4 Prozent des Gesamtbudgets von Horizon 2020 sind laut Schultz das Minimum. Weiters muss der Bottom-Up Ansatz bei den Ausschreibungen verfolgt werden: "KMU wissen selbst am besten, welche innovativen Produkte am Markt gebraucht werden. Nicht vergessen werden darf auch eine möglichst einfache und schnelle Antragsstellung, Abwicklung und Abrechnung, ansonsten wird das KMU-Instrument in der Praxis für Unternehmen nicht interessant sein."

Unternehmensnahe Dienstleistungen umfassen ein breites Spektrum, das u.a. Beratung, Planung und Konstruktion, Industriedesign, Personalbereitstellung sowie Marketing und Werbung umfasst. EU-weit beschäftigen die mehr als 4 Millionen Unternehmen der Branchen über 21 Millionen ArbeitnehmerInnen und erzielen einen Umsatz von ca. 1.500 Milliarden Euro jährlich. Überdurchschnittlich sind die Umsätze des Dienstleistungsbereich 2012 in Österreich gestiegen: + 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (FA)

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