GBH: NEU! Hitzeregelung für Bauarbeiter

Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz regelt Hitzefrei ab 35 Grad

Wien (OTS/ÖGB) - Die Tropenhitze aus dem Vorjahr ist nicht vergessen - laut Wetterprognosen soll das Thermometer heuer die Plus 45 Grad-Marke erreichen. Seit 2013 gibt es eine gesetzliche Hitzeregelung ab 35 Grad für Bauarbeiter. ++++
Die Anfragen in der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) - aufgrund der bevorstehenden Hitzetage - häufen sich. Noch nicht vergessen ist der Tropensommer 2012 - Bauarbeiter waren unter schwerster körperlicher Arbeit die Hitzeopfer Nr. 1. Vor allem der rasche Übergang von Kälte auf Hitze darf im Zusammenhang mit Herz- und Kreislauffunktionen nicht unterschätzt werden.
Grund genug für die Bausozialpartner aufgrund der Erfahrungen aus dem Vorjahr und den Prognosen für die Zukunft eine gesetzliche Grundlage für den Schutz bei Schwerarbeit mit Hitzebelastungen zu schaffen. Im langjährigen Jahresdurchschnitt gab es 4,4 Arbeitstage mit über 35 Grad Hitze.
Noch im Herbst 2012 wurde auf Vorschlag der Bausozialpartner im Parlament eine Regelung im Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz geschaffen. Darin ist geregelt, dass bei plus 35 Grad Hitze das Arbeiten im Freien eingestellt werden kann. Die Entscheidung dazu liegt beim Arbeitgeber bzw. dessen Beauftragten. Den Arbeitern gebührt eine Entschädigung in der Höhe von 60 Prozent des Stundenlohns.
GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch: "Wir haben als Bausozialpartner und als Gesetzgeber die gesetzlichen Grundlagen für Hitzefrei ab 35 Grad mit Jahresbeginn geschaffen. Ich appelliere an die Arbeitgeber ausreichend Trinkwasser zur Verfügung zu stellen und das Arbeiten im Freien vor allen in den Nachmittagsstunden wenn möglich in den Schatten zu verlegen. Auch das Verwenden von UV-Schutzbekleidung, Kappen und Sonnenbrillen ist zu empfehlen."

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