Diakonie zum Weltflüchtlingstag: Vorschläge für eine humanere Flüchtlingspolitik umsetzen

Chalupka fordert Aufnahme von Flüchtlingen durch Resettlement Programm der UNO

Wien (OTS) - "Was wir dringend brauchen ist eine grundsätzliche Änderung der Einstellung unserer Regierung zum Thema Flucht und Asyl", betont Diakonie Direktor Michael Chalupka anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20.Juni.

Die Vorschläge zur Änderung der österreichischen Aufnahmepolitik für Flüchtlinge liegen seit langem auf dem Tisch. Die Diakonie fordert gemeinsam mit 14 anderen Organisationen und zahlreichen Prominenten der Initiative: Gegen-Unmenschlichkeit.at die Umsetzung folgender Punkte:

1. Sicherstellung, dass gut integrierte Personen nicht abgeschoben, Familien nicht zerrissen und humanitäre Umstände berücksichtigt werden,

2. effektiver Zugang zum Arbeitsmarkt nach längstens sechs Monaten, sowie ungehinderten Zugang zu Schul- und Weiterbildung für Asylsuchende,

3. eine an menschlichen Bedürfnissen orientierte Grundversorgung mit flächendeckender professioneller Betreuungsstruktur, die Eigenverantwortlichkeit unterstützt und auch realistische Möglichkeiten der Eigenversorgung vorsieht,

4. eine komplette und übersichtliche Überarbeitung der österreichischen Asyl- und Fremdengesetze, sowie öffentlich finanzierten unabhängigen Rechtsbeistand für Menschen, die um Schutz ansuchen,

5. Asyllotterie beenden: Europa braucht ein solidarisches System der Flüchtlingsaufnahme, daher auch umfassende Gesetzesbeschlüsse auf EU-Ebene, die europaweit die o.a. Rechte und Standards für alle schutzsuchenden Personen in allen Mitgliedsländern sicherstellen -Österreich möge dabei mit gutem Beispiel vorangehen!

Österreich muss Flüchtlingskontingente auf Vorschlag der Vereinten Nationen aufnehmen

Während in Österreich immer wieder darüber diskutiert wird, ob Menschen auf der Flucht in Österreich zu Recht Asyl beantragen, warten tausende von Flüchtlingen, deren Asylstatus zweifelsfrei feststeht darauf, von einem sicheren Land aufgenommen zu werden.

Deshalb wäre ein erster bedeutender Schritt, der humanitären Tradition Österreichs gerecht zu werden, eine Beteiligung Österreichs am weltweiten Resettlement Programm der UNO.

"Da im Moment die die Sicherheitslage für die Bevölkerung in Afghanistan, Pakistan und Tschetschenien katastrophal ist, und in Syrien nach wie vor hunderttausende Menschen auf der Flucht sind, ist es hoch an der Zeit, dass Österreich Flüchtlingskontingenten auf Vorschlag der Vereinten Nationen aufzunehmen bereit ist", betont Chalupka abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Diakonie Österreich
Roberta Rastl
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: Tel: (+43) 1 409 80 01-14
roberta.rastl@diakonie.at
Web: www.diakonie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIK0001