Kadenbach: Unnötige Tierquälerei darf nicht mit EU-Geldern subventioniert werden

SPÖ-EU-Abgeordnete fordert mehr Sorgfalt bei der Vergabe von öffentlichen Geldern

Wien (OTS/SK) - Heute, Montag, hatten einige Medien berichtet, dass öffentliche Gelder - unter anderem von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung - in Staaten außerhalb der Europäischen Union zum Aufbau von Nutztierhaltung geflossen sind, ohne darauf zu achten, dass Tierschutzstandards, wie etwa das Verbot von Legebatterien, eingehalten wurden. "Es ist gut und richtig, wenn anderen Staaten dabei geholfen wird, ihre Landwirtschaft zu verbessern. Dabei muss aber strengstens darauf geachtet werden, dass in der Europäischen Union geltende Vorschriften zur Anwendung kommen. Unnötige Tierquälerei darf nicht subventioniert werden", sagt die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Sie hat bereits Mitte Mai eine Anfrage an die Kommission eingebracht, die sich mit der Verwendung der EBRD-Gelder befasst, die Antwort ist noch ausständig. Kadenbach will von der Kommission wissen, ob der Umstand bekannt war, dass Landwirtschaftsprojekte unterstützt wurden, die sich nicht an minimale Tierschutzstandards halten. Ebenso fordert sie die Kommission auf, dafür Sorge zu tragen, dass sich die EU Mitgliedstaaten auf bessere Standards bei der Vergabe von Hilfsgeldern einigen, vor allem hinsichtlich des Tierschutzes. "Was wir von unseren Mitgliedstaaten verlangen, dürfen wir auch von jenen erwarten, die die Gelder erhalten. Wenn wir zulassen, dass außerhalb Europas Legebatterien und ähnliches mit EU-Geldern gefördert werden, dann kommen auch die Europäischen Bauern unter Druck, da sie mit der Billigkonkurrenz mithalten müssen", sagt Kadenbach. (Schluss) mis

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