Leimüller: Nutzen statt besitzen wird ein wichtiger Trend auch in Österreich

Shared Economy: Ökonomie des Teilens im Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Abends für KreativunternehmerInnen der creativ wirtschaft austria

Wien (OTS/PWK419) - "Unternehmen müssen sich auf die neuen Spielarten des Markts einstellen, wie z.B. jene der "Shared Economy" oder "Collaborative Consumption". Für die Unternehmen der Kreativwirtschaft stellt sich damit die Frage, wie der von der Entschleunigung und Nachhaltigkeit getriebene Trend "zu nutzen statt zu besitzen" in ihre Geschäftsmodelle und Geschäftsstrategien einfließen kann", formulierte die Vorsitzende der creativ wirtschaft austria (cwa) in der Wirtschaftskammer Österreich, Gertraud Leimüller, die Herausforderung für die Wirtschaft.

Keynote-Speakerin Rachel Botsman, eine globale Expertin in Fragen Shared Economy, welche die cwa nach Österreich holen konnte, unterstrich die neue Vision die sich hinter dem Begriff "Consumerism" verberge. Nämlich eine Abkehr von der "Sklaverei der Objekte" und Zuwendung zu einer Ökonomie des Teilens. Botsman begleitet und gestaltet diese neue Spielart des Konsums im Rahmen ihrer Tätigkeit als Gründerin des "Colaborative Lab", eines Innovations-Inkubators der sich mit marktfähigen Ideen von "Collaborative Consumption" beschäftigt. So weist die Shared Economy in den USA voraussichtlich ein Wachstum von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

In der anschließenden Praxisrunde wurde insbesondere die Rolle des Internet für das Teilen und Tauschen hervorgehoben. So machten sich bereits jetzt verschiedene Apps diesen Zugang zum Markt zunutze und sind damit Ausdruck einer "digitalen Beziehungswirtschaft", so Leimüller. Roland Stelzer von Happy Lab, einer offenen High Tech Laborwerkstatt in der mit computergesteuerten Maschinen verschiedenste Produkte selbst hergestellt werden können, verwies auch auf die sozialen Aspekte der Shared Economy. Denn Labor und Werkstatt dienten auch als Treffpunkt für technikinteressierte Menschen jeden Alters, um Ideen zu diskutieren und sich auszutauschen. Markus Heingärtner von Usetwice, einer Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Gegenständen wie Heimwerkergeräte, Freizeitgeräte, u.v.m., sieht im aktuellen Trend auch die Möglichkeit, schlicht Geld zu sparen, denn "wer teilt braucht weniger Geld, agiert ressourcenschonender und nachhaltiger". Auf ein vollkommen neuartiges Konzept setzt Alma Mautner mit 2tangos, einer "trade your knowledge Plattform", also der Möglichkeit, Wissen mit anderen zum gegenseitigen Nutzen auszutauschen.

Auch Shared Economy benötigt verbindliche Spielregeln

"Diesen Projekten ist eines gemein: Sie fordern heraus und sind Vorreiter einer Wirtschaft, die neue Möglichkeiten entdeckt. Wir haben es mit einer spannenden Entwicklung zu tun, die auch ihre Regeln braucht. Etwa, wenn es um Nutzungs- und Eigentumsrechte, hinsichtlich der Finanzierung der Geschäftsmodelle und der steuerlichen Rahmenbedingungen geht", skizzierte die Vorsitzende der creativ wirtschaft austria. Mit der "Ökonomie des Teilens" werde nicht das Ende des Konsums eingeläutet, sondern der Blick der Konsumenten bewusster einzukaufen geschärft. "Neue Marktplätze, neue Produktionsmethoden und Communities werden mit etablierten Geschäftsmodellen im Wettbewerb stehen und die Shared Economy wird daran voraussichtlich einen großen Anteil haben", so Leimüller abschließend.

Die Exchange Veranstaltung zum Thema "Shared Economy/CoConsumption - Nutzen statt besitzen" wurde von der creativ wirtschaft austria im Rahmen von evolve des BMWFJ in Kooperation mit der Erste Bank veranstaltet. Damit die Kreativschaffenden aus ganz Österreich an der Exchange Veranstaltung teilhaben können, gibt es HEUTE ab 19:00 Uhr eine Online Live-Übertragung auf www.creativwirtschaft.at bei der Sie Ihre Fragen an die Experten stellen können! In den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und Tirol können sich Kreativschaffende, die sich vernetzen wollen, treffen und gemeinsam die Online Live-Übertragungen mitverfolgen und online mitdiskutieren. Einfach über die angeführten E-Mail-Adressen anmelden und ab 18.30 Uhr mit dabei sein! (US)

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Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Wirtschaftspolitik,
Mag. Michaela Gutmann
Tel.: Tel. 05 90 900-4471
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