SP-Vettermann: Wiener Heimopfer bekommen Entschädigung, Therapie und Transparenz

Wien (OTS/SPW-K) - Von welcher Vertuschung FPÖ GR Mag. Gudenus im Zusammenhang mit dem Heimskandal und Stadtrat Christian Oxonitsch redet, wundert sich der Vorsitzende des Wiener Bildungs- und Jugendausschusses, SP-Gemeinderat Heinz Vettermann. "Christian Oxonitsch hat insgesamt drei Studien in Auftrag gegeben um die Vorwürfe genau zu untersuchen: den Bericht von Prof. Sieder, den Bericht der Kommission Wilhelminenberg und demnächst liegen auch die Ergebnisse der Pflegekinderstudie vor. Das alles steht für Transparenz und Offenheit. Niemand kümmert sich intensiver um die Aufklärung der Vorkommnisse als wir", berichtigt Vettermann seinen Kollegen von der FPÖ.

Arbeitsgruppe wird Helige-Bericht abarbeiten

"Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch hat ja bereits eine Arbeitsgruppe der MA 11 beauftragt, die einzelnen Punkte des Helige-Endberichts aufzuarbeiten. Diesem Arbeitskreis werden auch Kontrollinstanzen der Stadt Wien angehören. Schwerpunkt ist die Umsetzung der Empfehlungen der Wilhelminenbergkommission wie etwa die Kontrollinstanzen der Wiener Jugendwohlfahrt auf ihre Funktion und Effizienz zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln", so Vettermann weiter. Die Arbeitsgruppe werde nach dem Durcharbeiten des Helige-Berichts auch weiter mit der Kommission Wilhelminenberg in Kontakt stehen, um allfällige Rückfragen zu klären.

31,5 Millionen für Opfer

"Die Stadt hat die Opferschutzkommission "Weißer Ring" mit den Entschädigungsleistungen für alle Opfer der Wiener Jugendwohlfahrt beauftragt. Das gilt auch für Wiener Kinder, die in Heimen außerhalb Wiens untergebracht waren. 1.713 ehemalige Heimkinder haben dieses Angebot bereits in Anspruch genommen und die Stadt Wien hat darüber hinaus für Therapien und Entschädigungszahlungen 31,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt", unterstreicht Vettermann.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

"Darüber hinaus wird jedes Opfer, das sich beim "Weißen Ring" meldet gefragt, ob die jeweiligen Daten an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden sollen. Dies geschieht umgehend, sofern von den Betroffenen auch gewünscht. Opfer können sich natürlich auch direkt an die Staatsanwaltschaft wenden", erklärt Vettermann. Erst vergangenen Donnerstag hätte die Staatsanwaltschaft einen eigenen Staatsanwalt abgestellt, der bereits mit der MA 11 (Kinder, Jugend und Familie) in Kontakt getreten sei. "Sobald der Stadt der Endbericht der Kommission Wilhelminenberg in entanonymisierter Form vorliegt, wird auch dieser umgehend an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Opfer können natürlich auch weiterhin ihre Akten bei der MA 11 einsehen. Darüber hinaus bleiben die Archive auch für die sozialhistorische Forschung geöffnet", so Vettermann abschließend.

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