FP-Nepp fordert Entschuldigungsakt von SPÖ für Horrorheim-Opfer

FPÖ kündigt zahlreiche Anträge an

Wien (OTS/fpd) - Einen Entschuldigungsakt fordert heute der Jugendsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dominik Nepp von den Regierungsverantwortlichen der SPÖ. "Da die städtischen Kinderheime durchwegs in roter Hand waren, ist ein öffentlicher Akt des Bedauerns wohl das Mindeste und, wie die Beispiele Schweden und Bayern zeigen, wo die Opfer auch in den Landtag eingeladen wurden, durchaus üblich. Die bisher halbherzigen Entschuldigungsversuche von Bürgermeister Häupl und Stadtrat Oxonitsch sind dagegen die reinste Opferverhöhnung."

Auch ein Gedenkstein mit Gedenktafel müsse nun endlich errichtet werden, der an die vielen Opfer erinnert. Stellvertretend für die Verbrechen an den wehrlosesten Mitgliedern unserer Gesellschaft in sämtlichen städtischen Kinderheimen, soll dieser am Wilhelminenberg seinen Platz finden. Mehrere diesbezüglich eingebrachte Anträge wurden stets von SPÖ und Grünen abgelehnt. Spätestens jetzt, wo der Endbericht der Helige-Kommission vorliegt und die Gräueltaten bewiesen sind, dulde diese Angelegenheit keinen Aufschub mehr.

Außerdem müsse eine bundesweite Kommission eingerichtet werden, die Missbrauchsfälle in öffentlichen Einrichtungen in ganz Österreich aufarbeitet sowie als Anlaufstelle für Missbrauchsopfer fungiert. Hierfür sei die Stadtregierung aufgefordert beim Bund vorstellig zu werden. Genauso müsse die Aufhebung der Verjährungsfrist für Sexualstrafdelikte an Minderjährigen und Delikte gegen Leib und Leben an Minderjährigen durchgesetzt werden. Schließlich sei bekannt, dass sich viele Opfer oft erst nach Jahrzehnten über die Verbrechen, die an ihnen begangen wurden, sprechen trauen, erklärt Nepp.

Abschließend soll jenen, die aufgrund der Verbrechen, die an ihnen im Kindesalter begangen wurden, zum Teil oder gänzlich erwerbsunfähig wurden, eine Sozialrente zugestanden werden. Diese müsse jedenfalls deutlich über der Mindestsicherung liegen, fordert Nepp und kündigt in diesem Zusammenhang auch eine Reihe von Anträgen an. (Schluss) hn

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