VP Korosec ad Steinhof: Die Stadt Wien darf sich nicht selbst prüfen!

VP fordert Einsetzung einer unabhängigen Expert/innenkommission zur Klärung der Misshandlungsvorwürfe

Wien (OTS) - "Wir wollen alle Fakten über die mutmaßlichen massiven Misshandlungsvorwürfe an behinderten Kindern, die bis in die 80er Jahre an der psychiatrischen Krankenanstalt am Steinhof geschehen sind, durch eine unabhängige Expert/innenkommission geprüft wissen. Es braucht den objektiven Blick von außen", erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, nachdem nun bekannt wurde, dass die von der Gesundheitsstadträtin beauftrage Arbeitsgruppe aus Mitarbeiter/innen der Stadt Wien besteht.

Die Arbeitsgruppe gehören laut Pressemeldung vom 11. Juni 2013 die Leiterin der Rechtsabteilung des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), Dr. Elisabeth Aulehla, die Leiterin der Abteilung für Medizinmanagement und Sofortmaßnahmen im KAV, Dr. Susanne Drapalik, sowie der Chefarzt des Psychosozialen Dienstes (PSD), Dr. Georg Psota, an.

Mitglieder der stadteigenen Arbeitsgruppe haben bereits 2008/2009 Missstände in der Psychiatrie geleugnet

"Das sind alles Personen, die der zuständigen Gesundheitsstadträtin untergeordnet sind und von der Stadt Wien bezahlt werden. Unabhängig ist dieses Konstrukt also mit Sicherheit nicht", betont Korosec. Außerdem haben sowohl die Leiterin der KAV-Rechtsabteilung, Dr. Aulehla, als auch die Leiterin der Abteilung für Sofortmaßnahmen Dr. Drapalik bei ihren Einvernahmen als Zeuginnen vor der gemeinderätlichen Untersuchungskommission zur Psychiatrie in Wien im Jahr 2008 bzw. 2009 vehement die gängigen Fixierungsmaßnahmen sowie den Einsatz von Netzbetten am Steinhof verteidigt und die damals von engagierten Ärzt/innen belegten Missstände geleugnet.

"Solche Vertuschungsaktionen darf es nie wieder geben. Wir fordern daher die Einsetzung einer unabhängigen Expert/innenkommission, die sich der lückenlosen und objektiven Aufarbeitung der Gräueltaten an behinderten Kindern und Jugendlichen am Steinhof widmet. Eine stadteigene Arbeitsgruppe unter dem Regiment der Gesundheitsstadträtin lehnen wir explizit ab", so Korosec abschließend.

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