Hannes Androsch: Salzburger Landesregierung schlägt mit geplanten Reformen im Schulwesen richtigen Kurs ein.

Der Initiator des Bildungsvolksbegehrens begrüßt Schulversuch für gemeinsame Schule der 10- bis 14jährigen im Land Salzburg.

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich Hannes Androsch namens des Bildungsvolksbegehrens über die Ankündigung der neuen Salzburger Landesregierung, sich im Arbeitsprogramm auf eine Reform der Schulverwaltung geeinigt zu haben, die auch die Abschaffung eines Landesschulratspräsidenten vorsieht. Ganz besonders begrüßenswert ist aber die Bereitschaft zu einem Schulversuch für die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen.

Hannes Androsch beglückwünscht die Mitglieder der Salzburger Landesregierung zu dieser bildungspolitisch wichtigen Einigung. In einem persönlichen Schreiben an den designierten Landeshauptmann Wilfried Haslauer erinnert er daran, dass eine der Hauptforderungen des Bildungsvolksbegehrens die Beseitigung der antiquierten Doppelgeleisigkeit von Bundesbehörden (Landesschulrat) und Landesbehörden (Schulabteilung der Länder) war.

Als bildungspolitisch und vor allem pädagogisch besonders bedeutsam hebt der Initiator des Bildungsvolksbegehrens die gemeinsame Schule der 10- bis 14jährigen hervor. Wie überreif diese Entscheidungen sind, kann man im internationalen Vergleich sehen.
In Europa gibt es nur noch drei Länder, die ihre Schüler schon mit neun bzw. zehn Jahren trennen: Österreich, Ungarn und Deutschland. Wobei die Regelung in Deutschland nicht bundeseinheitlich ist. Dort findet die Separation im Saarland mit 11 Jahren, in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit 12 Jahren und in Sachsen mit 13 Jahren statt. In der Schweiz ist die gemeinsame Schule in den Kantonen Genf, Tessin und Wallis bereits Realität. In Südtirol gibt es diese schon seit den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts.

Mit der Salzburger Entscheidung verknüpft Hannes Androsch auch bundespolitische Hoffnungen. Nach den ÖVP- Landeshauptmännern von Vorarlberg, Markus Wallner, und Tirol, Günther Platter, ist Wilfried Haslauer der dritte, der aus der bildungspolitischen Linie seiner Partei ausbricht. Damit werden die Anzeichen immer stärker, dass die hartnäckigen Blockierer in der ÖVP doch langsam an Einfluss verlieren.

Daher wird das Bildungsvolksbegehren in der beginnenden Wahlauseinandersetzung intensiv darauf drängen, dass Bildung zu einem Hauptthema im Wahlkampf werden wird. Androsch erinnert auch daran, dass fast 400.000 Menschen das Bildungsvolksbegehren unterschrieben haben. Diese starke demokratiepolitische Willensäußerung für ein wichtiges Zukunftsthema unseres Landes lässt sich nicht mehr einfach vom Tisch wischen, so Androsch. Dafür ist Bildung einfach zu wichtig!

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Dr. Hannes Androsch:
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