FPÖ-Obermayr: EU-Kommission will gefährliches Kältemittel für Autos um jeden Preis durchsetzen

Mit R1234yf begibt sich Europa in jahrelange Abhängigkeit von US Chemie-Riesen

Wien (OTS) - Die US-Chemie-Riesen Dupont und Honeywell, die Produzenten von R1234yf, können aufatmen, Brüssel erhöht im Kältemittel-Streit den Druck auf Deutschland und forderte das Bundesverkehrsministerium auf, binnen zehn Wochen zur Verwendung der inzwischen verbotenen Vorgängersubstanz R134a Stellung zu nehmen. Sollte die Kommission auch noch ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung von EU-Vorschriften einleiten, könnte Deutschland zu einem saftigen Zwangsgeld verurteilt werden.

Dazu der der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Franz Obermayr:
"Das heißt im Klartext Brüssel diktiert der Industrie die Verwendung einer potentiell tödlichen Chemikalie; wehrt sich ein Autohersteller dagegen, droht die Kommission mit Vertragsverletzungsverfahren. Ich habe zu dieser bedenklichen Causa bereits im April eine Anfrage an die Kommission gestellt: Warum besagtes Kältemittel R1234yf nun allen Autoherstellern vorgeschrieben wird, obwohl die Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin bereits 2010 auf die Selbstentzündlichkeit des Stoffes und den Austritt gefährlicher Flusssäure hingewiesen hat, konnte mir letztendlich keiner beantworten. Die Gefährlichkeit des Kältemittels ist längst bewiesen worden. Ich verstehe nicht, warum die Forderung der Autohersteller nach Anpassung des Gesetzes nicht zumindest weiter überprüft wird. Stattdessen begibt man sich freiwillig in die Abhängigkeit zu einem US Monopolisten!"

Obermayr abschließend: "Wenn schon Vorschriften, so könnte die Kommission angesichts der vorliegenden Fakten nach anderen, weniger gefährlichen, auch umweltfreundlichen, Kühlmittelalternativen suchen, etwa CO2 oder Propan, so wie es in Australien verwendet wird. Die EU zeigt hier einmal mehr, dass sich Lobbying in Brüssel bezahlt macht, egal um welchen Preis."

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