Bildungsmaßnahmen für Österreich seit 2007

Diskussionsveranstaltung mit BM Claudia Schmied an der Pädagogischen Hochschule OÖ

Linz (OTS) - Bildungsministerin Claudia Schmied diskutierte am vergangenen Freitag an der Pädagogischen Hochschule OÖ mit Studierenden und Lehrenden zu aktuellen Entwicklungen in der Pädagogen- und Pädagoginnenbildung. In einem Impulsreferat gab sie einen Überblick über ihre bildungspolitischen Grundsätze und die zahlreichen, während ihrer Amtszeit verwirklichten Bildungsprojekte. Claudia Schmied betonte die fundamentale Bedeutung öffentlicher Bildungsangebote für unsere Gesellschaft: "Ich bekenne mich zur Marktwirtschaft als Organisation des Wirtschaftens, aber nicht zur Marktgesellschaft - wir brauchen einen starken öffentlichen Sektor in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sicherheit, ansonsten driftet unsere Gesellschaft auseinander, wenn es beispielsweise öffentliche Schulen für die Armen und Privatschulen für die Reichen gibt. Darüber hinaus brauchen wir mehr Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem, es kann nicht sein, dass die Herkunft von Kindern ihre Bildungschancen determiniert. Chancengerechtigkeit führt zu Wohlstand, hoher Beschäftigung und Stabilität."

60 geglückte Regierungsvorhaben seit 2007

Claudia Schmied wies auf die vielen Bildungsmaßnahmen hin, die während ihrer Zeit als Unterrichtsministerin umgesetzt wurden, wie z. B. die Neue Reifeprüfung für AHS und BHS, die Neue Mittelschule, die Einführung von Bildungsstandards, der Ausbau der schulischen Tagesbetreuung, kleinere Klassen oder das verpflichtende Kindergartenjahr.

Jobmotor Bildung

Trotz Sparprogramme wurden seit 2007 österreichweit 11.000 neue Lehrer/-innenposten geschaffen, zusätzlich entstanden durch bildungsinduzierte Effekte zusätzliche 6.300 Arbeitsplätze, daher hat sich Bildung in Österreich zu einem Jobmotor entwickelt.

PädagogInnenbildung Neu als Meilenstein

Als Meilenstein in der Bildungspolitik sieht Claudia Schmied die Reform der Pädagogen- und Pädagoginnen-Ausbildung. Damit ist ein bedeutender Schritt zur gleichwertigen und hochqualitativen Ausbildung aller Lehrer/-innen bis zum Masterabschluss gesetzt worden. In Zukunft werden angehende Volksschullehrer/-innen und Sekundarstufenlehrer/-innen nach einem vierjährigen Bachelorstudium eine Einführungsphase in den Beruf (die sog. Induktion) und ein verpflichtendes Masterstudium absolvieren. Der Start der neuen Studienangebote wird voraussichtlich im Herbst 2015 sein.

Diskussion mit Studierenden und Lehrenden

Die Lehrenden und Studierenden begrüßten in der Diskussion mit der Ministerin die Reform der PädagogInnenbildung. Allerdings wurde die Nichtberücksichtigung der Kindergartenausbildung kritisiert. Gerade der Bereich der Elementarpädagogik ist neben der Erziehung durch die Eltern für die weitere Entwicklung von Kindern entscheidend. Begrüßt wurde auch die Möglichkeit des berufsbegleitenden Studiums an der Pädagogischen Hochschule OÖ seit 2009. Laut BM Schmied sollen diese Angebote österreichweit intensiviert werden und auch die Anrechnung branchenfremder Vordienstzeiten im Ausmaß von 10 Jahren ist beabsichtigt.

Studierenden von Pädagogischen Hochschulen die jetzt ihr Studium abschließen, oder beginnen, sicherte BM Claudia Schmied im Hinblick auf die bevorstehende Ausbildungsreform die volle Berufsfähigkeit und keine dienst- und besoldungsrechtlichen Nachteile zu.
Rektorin Ulrike Greiner wies darauf hin, dass die Pädagogische Hochschule OÖ Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrer/-innen, sowie wissenschaftsbasierte Evaluierungen zur Umsetzung aller maßgeblichen Regierungsprojekten im Schulbereich anbietet, wie z. B. Bildungsstandards, Neue Mittelschule oder Neue Reifeprüfung. Bezüglich PädagogInnenbildung NEU wird die Pädagogische Hochschule OÖ am Standort Linz, gemeinsam mit ihren tertiären Partnern, ein zukunftsweisendes Konzept vorlegen.

Die Pädagogische Hochschule OÖ bietet als tertiäre Bildungs- und Forschungsinstitution des Bundes wissenschaftlich fundierte und berufsfeldbezogene Aus-, Fort- und Weiterbildung für Pädagoginnen und Pädagogen. Neben den Bachelorstudien für Volks-, Haupt- und Sonderschulen werden auch berufspädagogische Bachelorstudien angeboten. Mit mehr als 1.700 Studentinnen und Studenten, davon ca. ein Drittel berufsbegleitend und über 60.000 Teilnehmer/innen von Fortbildungsveranstaltungen pro Jahr, ist sie die zweitgrößte Pädagogische Hochschule des Bundes in Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gottfried Lutz
Pädagogische Hochschule OÖ
Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz
Tel.: +43 676 8240 7227
Mail: gottfried.lutz@ph-ooe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHS0001