FCG-Schnedl: Richtungsweisende Positionen für die Zukunft erarbeitet

Christgewerkschafter werden umfassenden Leitantrag mit wichtigen Forderungen am FCG-Bundestag diskutieren

Wien (OTS/FCG) - Für den 18. Bundestag der Christlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, der im Vorfeld des ÖGB-Kongresses am 18. Juni stattfindet, wurde ein umfassendes Forderungspaket erarbeitet, das alle wesentlichen Bereiche anspricht. "Wir haben unser Programm für die nächsten Jahre festgeschrieben. Neben konkreten Forderungen ist uns wichtig, das wir das Gesamtsystem Wirtschaft in eine ökosoziale Balance bringen. Durch die Umsetzung des Konzeptes der Ökosozialen Marktwirtschaft soll sichergestellt werden, dass wirtschaftliches Handeln immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen muss. Wirtschaft darf nicht Selbstzweck sein, sondern hat eine dienende Funktion für die gesamte Gesellschaft. Das muss wieder in den Vordergrund gerückt werden", weist der Bundesvorsitzende der Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter auf die Notwendigkeit eines Wandels im Wirtschaftssystem hin.

"Im Gegensatz zu anderen betreiben wir keinen Klassenkampf, sondern halten fest, dass jene Unternehmen und Betriebe die soziale Fairness und ökologische Verantwortung ernst nehmen, unsere Partner sind", stellt Schnedl die Bedeutung von verantwortlichen Handeln in den Vordergrund. "Diese Gesamtverantwortung, die Unternehmerinnen und Unternehmer, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Konsumentinnen und Konsumenten gleichermaßen trifft, hat das Potential die Gesellschaft in eine positive Richtung weiter zu entwickeln und Krisen, die durch Verantwortungslosigkeit und Gier entstanden sind, zu verhindern", so Schnedl weiter.

"Für uns ist es auch wichtig, und das ist auch ein Auftrag an die Politik, dass der Mittelstand deutlich entlastet wird. Wir brauchen daher eine umfassende Steuerreform, wobei im Diskussionsprozess keine Steuerart tabu sein darf. Die derzeitige Debatte verläuft populistisch und es wird so getan, als ob mit einer Vermögenssteuer das Budget zu sanieren wäre. Das ist Unsinn. Eine Gesamtreform des Steuersystems wird von uns danach bewertet werden, ob der Mittelstand entlastet wird oder nicht - das ist die Messlatte", fordert Schnedl eine umfassende Steuerreform ein.

"Im Bildungsbereich brauchen wir Veränderungen, die mit den Lehrerinnen und Lehrern gestaltet werden und nicht gegen sie. Ein differenziertes Schulsystem, in dem Kinder entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten unterschiedliche Schulformen besuchen können, ist dabei genauso ein wichtiger Bestandteil wie die Aufstockung von Unterstützungspersonal damit die Pädagoginnen und Pädagogen ihren eigentlichen Aufgaben besser nachkommen können", legt Schnedl einen weiteren wichtigen Punkt des FCG-Leitantrages dar.

"Die Arbeitswelt muss wieder menschlicher gemacht werden. Prekäre Arbeitsverhältnisse und steigender Arbeitsdruck sind genauso zu bekämpfen wie alle Arten des Ausnützens von Arbeitskräften. Die bestehenden Standards sind daher auszubauen und zu verbessern. Es ist notwendig, die Urlaubsregelung zu verbessern, damit die sechste Urlaubswoche auch von allen erreicht werden kann. Daher sind Arbeitszeiten in verschiedenen Firmen - ähnlich einem Rucksackmodell - zu berücksichtigen und es ist festzulegen, dass die sechste Urlaubswoche jedenfalls mit dem 43. Lebensjahr greift", fordert Schnedl eine weitere wichtige Verbesserung ein.

"In Summe haben wir einen umfassenden Leitantrag erarbeitet, der alle wichtigen Lebensbereiche, wie Arbeit, soziales Netz, Familie, Staat, Budget (Steuern) und Ökosoziale Marktwirtschaft, umfasst. Dieser Leitantrag wird im Zuge des FCG-Bundestages diskutiert werden und danach geht's an die Umsetzung", gibt sich Schnedl überzeugt, die richtigen Themen angesprochen zu haben.

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