"Universum" mit dem "Känguru Dundee" im australischen Outback

Teil 1: "Ein großes Herz für Skippys" am 18. Juni um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Er hat ein großes Herz für Kängurus: Der Australier Chris "Brolga" Barnes hat sein Leben Jungtieren verschrieben, die keine Familie mehr haben. Mitten im Outback zieht der Zwei-Meter-Mann, ein ehemaliger Kickboxer, die Beuteltier-Waisen groß, deren Mütter bei Verkehrsunfällen umgekommen sind, und wird so zu einem ungewöhnlichen Tier-Papa. Welche Mittel er ergreifen muss, damit ihm dieser Rollentausch gelingt, zeigt "Ein großes Herz für Skippys", der erste Teil der zweiteiligen "Universum"-Dokumentation "Känguru Dundee - Der Känguru-Flüsterer" am Dienstag, dem 18. Juni 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2. Der zweite und letzte Teil der BBC-Produktion von Andrew Graham-Brown und Tom Mustill (deutsche Bearbeitung: Gregor Stuhlpfarrer) steht am Dienstag, dem 25. Juni, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Der Stuart-Highway ist eine der wichtigsten Fernverkehrsstraßen Australiens. Für den Menschen ist die Nord-Süd-Verbindung unverzichtbar, für die dort lebenden Kängurus kommt sie einer Todesfalle gleich. Denn tausende Beuteltiere werden Jahr für Jahr auf genau dieser Straße totgefahren. Manchmal gibt es trotzdem kleine Wunder - nämlich dann, wenn Känguru-Babys im Beutel der getöteten Mütter überleben.

Chris Barnes, genannt Brolga, ist oft auf dem Highway unterwegs. Dort sucht und findet er die Känguru-Waisen, die er für einige Monate aufnimmt und pflegt. Seine Mission ist es, die Kleinen auf die Wildnis vorzubereiten. Schlussendlich möchte er sie genau dorthin zurückbringen, wo ihre eigentliche Bestimmung liegt: in die Freiheit. Dafür opfert sich Brolga auf: Rund um die Uhr ist er für Tiere da, tröstet sie über den Verlust der Mutter hinweg, füttert sie alle vier Stunden mit laktosefreier Milch und bringt sie zum Tierarzt, wenn er selbst nicht mehr weiter weiß.

"Ich bin in der Stadt aufgewachsen. Dort gab es keine Kängurus, nur eine Fernsehserie namens 'Skippy - das Buschkänguru', in der ein kleiner Bub eines hatte. Und genau das wollte ich auch. Ich wollte ein Känguru haben", sagt Brolga. Diesen Traum konnte sich der heute 40-Jährige verwirklichen. Er hat sich sein eigenes 36 Hektar großes Wildtierreservat aufgebaut, in dem er sich um rund 25 Kängurus kümmert. "Das Ziel ist, sie wieder auszuwildern", erzählt Brolga. Trotzdem müssen einige Tiere in seinem Reservat bleiben - jene nämlich, die zu schwer verletzt wurden und deshalb nicht allein in freier Wildbahn überleben können.

Als Känguru-Flüsterer kennt Brolga sämtliche Tricks: Er trägt die Jungtiere in einem Polsterbezug dicht an seinem Körper - weil er weiß, dass die Kleinen die Wärme vermissen, die sie vom Beutel der Muttertiere gewohnt sind. Er bemüht sich immer, mehrere Baby-Kängurus ähnlichen Alters gleichzeitig großzuziehen - weil ihm bewusst ist, dass gerade Jungtiere Gemeinschaft dringend nötig haben. Und er kennt die Gefahren, denen die jungen Kängurus ausgeliefert sind - etwa streunenden Hunden und sengenden Buschfeuern.

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